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12.5.2024
(modifiziert)
 zu „Industrie- und Filmmuseum Wolfen (Museum)”, DE-06766 Bitterfeld-Wolfen
Die Perforation ist wichtig für den Transport des Films u.a. in der Kamera oder im Projektor. Eingestanzt wird sie an der Perforiermaschine
Foto: Archiv Industrie- und Filmmuseum Wolfen
Ausstellungsraum Gießerei zu „Industrie- und Filmmuseum Wolfen (Museum)”, DE-06766 Bitterfeld-Wolfen
In der Gießerei wird das Trägermaterial für die lichtempflindliche Schicht hergestellt. Es ist der einzige Arbeitsprozess der im Hellen stattfinden konnte
Foto: Archiv Industrie- und Filmmuseum Wolfen
 zu „Industrie- und Filmmuseum Wolfen (Museum)”, DE-06766 Bitterfeld-Wolfen
Filmschneidemaschine aus dem Jahre 1910
Foto: Kohle-Dampf-Licht
Kamerasammlung zu „Industrie- und Filmmuseum Wolfen (Museum)”, DE-06766 Bitterfeld-Wolfen
Blick in die größte öffentlich zugängliche Kamerasammlung Sachsen-Anhalts
Foto: Kohle-Dampf-Licht
Agfacolor Schachtel zu „Industrie- und Filmmuseum Wolfen (Museum)”, DE-06766 Bitterfeld-Wolfen
1936 stellte die Filmfabrik Wolfen den ersten praktikablen Farbfilm der Welt her
Foto: Archiv Industrie- und Filmmuseum Wolfen
Außenaufnahme zu „Industrie- und Filmmuseum Wolfen (Museum)”, DE-06766 Bitterfeld-Wolfen

Museum

Industrie- und Filmmuseum Wolfen

Bunsenstrasse 4
DE-06766 Bitterfeld-Wolfen
03494-636446
info@ifm-wolfen.de
Ganzjährig:
Di-So 10-16 Uhr

In dem heutigen Gebäude des Industrie- und Filmmuseums Wolfen wurde Fotografie- und Filmgeschichte geschrieben: Die Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation (AGFA), seit 1873 unter dieser Bezeichnung in Berlin künstliche Farben und ab 1887 Fotochemikalien produzierend, errichtete im Jahre 1909 den noch heute teilweise erhaltenen Gebäudekomplex.

Ursprünglich als reine Kinofilmproduktionsstätte geplant, erweiterte sich die Produktionspalette auf Foto-, Röntgen-, Flieger- bis hin zu Schmalfilm. An der zu besichtigenden Begießmaschine gossen die Filmwerker 1936 den ersten universell einsetzbaren Mehrschichtenfarbfilm der Welt: den AgfacolorNeu-Film.

Erster Farbfilm

Im Jahre 1941 gelangte der erste Farbfilm aus Wolfener Material in Deutschlands Kinos zur Aufführung - der Streifen "Frauen sind doch bessere Diplomaten" mit Marika Rökk und Willy Fritsch in den Hauptrollen. Weitere, auf AGFA-Rohfilmmaterial gedrehte Filme, wie z.B. "Münchhausen" mit Hans Albers, folgten. Seit 1964 wurden die fotografischen Aufnahmematerialien unter den Namen ORWO (ORiginal WOlfen) vertrieben.

War es zu Produktionszeiten Betriebsfremden nicht erlaubt, das einst zweitgrößte Filmwerk der Welt zu betreten, können die Besucher sich nun in einem ehemaligen Produktionsgebäude in die Geheimnisse der Filmherstellung einweihen lassen.

Herstellung des Filmmaterials

Das 1993 eröffnete Industrie- und Filmmuseum Wolfen zeigt anhand originaler Produktionsmaschinen, wie aufwendig es gewesen ist, diese Filme herzustellen. Viele Produktionsschritte fanden auch unter Dunkelkammerbedingungen und bei sehr niedrigen Temperaturen statt. Auch die originale Produktionsmaschine des ersten Mehrschichtenfarbfilms kann im Rahmen eines Museumsrundganges bestaunt werden.

Über 800 Fotoapparate

Ein Höhepunkt für Freunde der Fotografie ist die "Schatzkammer" des Museums: Die mit über 800 Fotoapparaten größte öffentlich zugängliche Sammlung Sachsen-Anhalts zeigt einen Querschnitt vorwiegend deutscher Kameraproduktion.

Zahlreiche Sonderausstellungen, v.a. Fotoausstellungen, sowie eine Exposition zur Industriegeschichte der Region Bitterfeld-Wolfen runden das Angebot ab.

Führungen durch die Ausstellung Filmherstellung finden um 10, 12 und 14 Uhr statt.

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Rainer Göttlinger
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