Bot. Garten
Der Kakteengarten befindet sich in einem alten Steinbruch, inmitten der größten Kaktusplantage der Insel, wo auf Opuntien Cochenille (echtes Karmin) kultiviert wurde, ein Farbstoff aus Schildläusen, der für Lanzarote im 19. Jahrhundert von großer wirtschaftlicher Bedeutung war. Der Garten versammelt rund 5.000 Kakteen, Agaven, Euphorbien und andere Sukkulenten aus allen Teilen der Welt. Im Kontrast des Grüns der Pflanzen mit dem Blau des Himmels und dem Schwarz des alten Vulkansteinbruchs entsteht eine harmonische Explosion der Farben.
Auf einem kleinen Hügel steht eine der letzten Maismühlen der Insel, hier wurde der Mais für das traditionelle kanarische Getreidegericht Gofio gemahlen, das seine Ursprünge ebenfalls im 19. Jahrhundert hat.
Der Jardín de Cactus geht auf den lanzarotenischen Künstler und Naturschützer César Manrique zurück. Er ließ Säulen aus aufgequollener Lava stehen und behandelte sie als Kunstwerke. Den Boden bedecken rote und schwarze Lapilli. Ein Teich ist mit Seerosen und Thalias (Pfeilwurz) bepflanzt und mit Guppies besetzt.
Der Verfasser hat den Kaktusgarten am 13.6.2022 besucht.
Gebäude, Tahíche
Von Jesús Soto in Zusammenarbeit mit César Manrique in eine Felsformation aus Lavatuff eingepaßtes Anwesen, das dem Schauspieler Omar Sharif gehörte, bis er es im Spiel gegen einen massiv unterschätzten Gegner verlor.
Gebäude, Haría
Wohnhaus und Werkstatt des Künstlers César Manrique, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1992 lebte.
Museum, Tahíche
Haus, in welchem der Künstler César Manrique von 1968 bis 1988 lebte. Einzigartiger Wohnraum in fünf natürlichen Vulkanblasen, verbunden durch in die Lava gehauene Tunnel.
Museum, Arrecife
Historisches Museum in der Festung Castillo de San Gabriel. Geologie und der Natur Lanzarotes, Geschichte von Arrecife, Wirtschaftsfaktoren wie Cochenille, Orchilla und Barrilla. Töpferei, Mumie.
Museum, Caleta del Sebo
Geschichte des „Archipiélago chinijo”. Besiedelung, Schutzgebiet und Lebensräume, Gewinnung von Purpur aus der Orchillaflechte, Salzproduktion.