Museum

Jüdisches Museum Franken in Fürth

Fürth: Judaika und Alltagsgegenstände. Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens, sozialer und wirtschaftlicher Wandel für Juden im 19. Jahrhundert. Historische Mikwe (1702), Laubhütte (19. Jh.) und aufwändige Stuckarbeiten.

Das Museum in einem ehemaligen jüdischen Wohnaus, in dem vom 17. bis ins späte 19. Jahrhundert hinein jüdische Familien lebten, erzählt anhand von Judaika und Alltagsgegenständen die Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens.

Die erste archivalische Erwähnung des Gebäudes stammt aus dem Jahr 1622. Es spiegelt auf faszinierende Art den gelebten Alltag jüdischer Familien vom 16. bis ins 19. Jahrhundert wider. Zur Ausstattung gehört eine historische Mikwe (1702), eine Laubhütte (19. Jh.) sowie aufwändige Stuckarbeiten (18. Jh.).

Jüdisches Franken

Die Dauerausstellung vermittelt spannende und überraschende Einblicke in die jüdische Geschichte und Kultur Frankens vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Besucher erfahren hier, wie jüdischen Gemeinden schon im Mittelalter virtuelle Gedächtnisräume schufen, wie Fürth das wichtigste religöse jüdische Zentrum Süddeutschlands wurde, und warum ein Porzellanservice vier Mal über den Atlantik reisen musste.

Auch Geheimnisse lüften sich: wie klingt ein Schofar, wie können Heuschrecken koscher sein, und weshalb steht ein Tyrannosaurus Rex im Museum?

Der Weg zum 1702 errichteten Ritualbad im Keller des Museums ist abenteuerlich. Entdecken lassen sich auch die originale Kassettendecke und das Dach der historischen Laubhütte im hinteren historischen Anbau. Hier feierten einst jüdische Familien das Laubhüttenfest.

Bürgerwelten

Die im 19. Jahrhundert vom Staat gewährten Rechte eröffneten vielen Fürther Juden eine große Chance. Sie gründeten Industriebetriebe und Handelsfirmen, gingen in die Politik, arbeiteten als Juristen oder Ärzte und beteiligten sich am öffentlichen und kulturellen Leben ihrer Stadt: soziale und kulturelle Stiftungen, Brunnen und Denkmäler wohlhabender jüdischer Familien prägen bis heute das Fürther Stadtbild.

Die Abteilung „Bürgerwelten” beleuchtet diesen sozialen und wirtschaftlichen Wandel.

Gan Fjorda

Der Museumsgarten spiegelt den rituellen Gebrauch von Pflanzen zu den Feiertagen und die jüdische Erfahrung der Diaspora in Franken wider. Hier wachsen Mandel-, Dattel-, Feigen-, Granatapfel- und Etrogbaum, Wein, Hopfen und Kräuter, die schon in der Bibel erwähnt werden.

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