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20.2.2024
(modifiziert)
Jüdisches Museum Göppingen zu „Jüdisches Museum (Museum)”, DE-73035 Göppingen
Alte Kirche Jebenhausen zu „Jüdisches Museum (Museum)”, DE-73035 Göppingen
 zu „Jüdisches Museum (Museum)”, DE-73035 Göppingen

Museum

Jüdisches Museum

in der Alten Kirche Jebenhausen

Faurndauer Straße 6-28
DE-73035 Göppingen
07161-650-9910, -9911
museen@goeppingen.de
Ganzjährig:
Mi, Sa 13-17 Uhr
So+Ft 11-17 Uhr

Das Museum dokumentiert die Geschichte der Juden vom Schutzbrief 1777 über die Landjudengemeinde Jebenhausen und die jüdische Textilindustrie bis zum Nationalsozialismus.

Am 7. Juli 1777 wurde im Schloss in Jebenhausen der Schutzbrief unterzeichnet. Um 1850 lebten in Jebenhausen rund 530 Juden. Damit hatte der jüdische Ortsteil fast die Größe des Christendorfs erreicht. Mit Synagoge, Schule, rituellem Tauchbad und Friedhof wurden die wichtigen Einrichtungen für das Gemeindeleben geschaffen. Nach der rechtlichen Gleichstellung 1864 verließen viele Juden das Dorf und zogen in die benachbarte Stadt Göppingen, nicht wenige wanderten aber auch nach Amerika aus. 1899 wurde in der Synagoge Jebenhausen letztmals ein Gottesdienst gefeiert.

Die in Göppingen lebenden Juden gründeten 1867 eine eigene Gemeinde. 1880 legte die Gemeinde, die jetzt rund 240 Mitglieder zählte, den Grundstein für die neue Synagoge. Mit dem Hotel Dettelbacher am Bahnhof verfügte die Gemeinde über einen Saal für offizielle Feiern und Familienfeste. In der Zeit des Nationalsozialismus waren die Gasträume des Hotels ein Rückzugsort für das jüdische Gemeindeleben. Von 1933 bis 1938 folgte eine Phase der Diffamierung und zunehmenden Entrechtung der Juden in Deutschland durch staatliche Verordnungen und Gesetze. In dieser Entwicklung stellen die Ereignisse in der reichsweiten Pogromnacht 1938, in der auch die Göppinger Synagoge angezündet und zerstört wurde, einen Höhe- und Wendepunkt dar.

Die Ausstellung schildert exemplarisch den Leidensweg von fünf Familien. 64 Göppinger Juden wurden direkt in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Von ihnen überlebten sechs.

Das Rabbiner-Tänzer-Haus, ein hübsches Haus mit gelben Schindeln und grauen Fensterläden, stand einst direkt neben einer wunderschönen Synagoge, die von den Nationalsozialisten in der reichsweiten Pogromnacht 1938 niedergebrannt wurde.

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