Ausstellung 29.10.25 bis 30.08.26
Keiner der Wittelsbacher Herrscher verbrachte so viele Tage in Bad Kissingen wie ▸König Ludwig II. von Bayern (1845-1886). Insgesamt war er fast zehn Wochen in dem beliebten Kurort. Schon als Kind kam Prinz Ludwig mit seiner Mutter und seinem Bruder Otto 1852 nach Kissingen und lernte im Flussbad der Fränkischen Saale schwimmen.
Zwölf Jahre später besuchte Ludwig Il., kurz nachdem er König geworden war, Kissingen als Gastgeber für die königlichen und kaiserlichen Kurgäste. Der aufsehenerregenden „Kaiserkur” von 1864 folgten zwei weitere Aufenthalte in der Kurstadt.
König Ludwig II. unternahm nur eine einzige offizielle Dienstreise, und dies war seine triumphale Reise durch Franken im Jahr 1866. Die sogenannte Frankenfahrt, die er in München im königlichen Hofzug begann, führte den jungen König nach dem verlorenen 1866er Krieg gegen die Preußen nach Franken und Kissingen. Anlass seiner Reise waren die enormen Kriegsschäden in den fränkischen Gebieten. 1868 besuchte König Ludwig II. ein letztes Mal Kissingen.
Die Ausstellung gibt interessante Einblicke in das ambivalente Verhältnis zwischen König Ludwig Il. und ▸Otto von Bismarck. Die Sonderausstellung beleuchtet auf der Grundlage neuer Forschungsergebnisse mit zahlreichen Exponaten und Medienstationen das Wirken von Ludwig II. in Bad Kissingen. Persönliche Gegenstände, Gemälde, Grafiken, Fotografien, Dokumente erzählen spannende Geschichten aus dem Leben des „Märchenkönigs”.
Ausstellungsort
Spätbarocker Gebäudekomplex der Oberen Saline in Bad Kissingen. Kurresidenz mit Festsaal für die Würzburger Fürstbischofe. Kurquartier des Reichskanzlers Otto v. Bismarck in den Jahren 1876 bis 1893. Anfänge des Heilbads, Geschichte der Heilquellen und Kurmedizin.
Im gleichen Haus
Handgefertigtes Spielzeug aus der Rhön und aus aller Welt (Sammlungen Hilla Schütze). Spielzeug-Herstellungsregion Rhön, Bedingungen der Spielzeugherstellung.
Dependance, Bad Kissingen
Erinnerungsstätte an den großen Sohn des Bad Kissinger Stadtteils Hausen, Kardinal Julius Döpfner, einer der vier Moderatoren des II. Vatikanischen Konzils.
Schloss, Hohenschwangau
Ab 1868 von König Ludwig II. von Bayern errichtetes Märchenschloß auf einem zerklüfteten Felsen hoch über der Pöllatschlucht. Bis zum Tod des Königs 1886 war nur der fünfstöckige Palas vollendet. Im Thronsaal fehlt noch, geradezu symbolisch, der Thron.
Museum, Ingolstadt
Ältestes und bedeutendstes militärgeschichtliches Museum in Deutschland, gegründet von König Ludwig II. von Bayern. Waffen des Mittelalters, Beutestücke aus den Türkenkriegen, Reiterharnische, prächtige Uniformen.
Gehege, Bad Kissingen
Rund 30 Hektar großer, ganzjährig geöffneter städtischer Tierpark, eingepaßt in reizvolle Laubmischwälder, mit einheimischen Wildtierarten und Haustierrassen. Bibergehege, Streichelzone.