Ausstellung 18.10.20 bis 21.02.21

Museum Georg Schäfer

Karl Hagemeister „…das Licht, das ewig wechselt”

Landschaftsmalerei des deutschen Impressionismus

Schweinfurt, Museum Georg Schäfer: Bis 21.2.21

Karl Hagemeister (1848-1933) gehört nicht nur zu den bedeutenden deutschen Impressionisten, er war auch ein Wegbereiter der modernen Landschaftsmalerei. Er unternahm einige Reisen innerhalb Europas, ließ sich dann aber in seiner Heimat, in der Nähe von Potsdam nieder.

Lebenslang blieb er der märkischen Landschaft verbunden und schöpfe vor allem aus ihr seine Motive. Zwar stand er im Austausch mit der Berliner Kunstszene rund um Max Liebermann, Walter Leistikow oder Lovis Corinth und war Gründungsmitglied der Berliner Secession, doch schuf er sein Werk bevorzugt in der Zurückgezogenheit.

Bei seiner Auffassung von Landschaftsmalerei verfolgte Hagemeister einen eigenen Weg. Schon früh empfand er die Natur als arbeitenden Organismus, dessen Bewegung und Veränderung er malerisch einfangen wollte. So wurde er zum Maler des Lichts und der Bewegung. Von der Grundstimmung ausgehend, hielt er den unmittelbaren Eindruck und das Naturempfinden fest. Er entwickelte dabei eine immer freier werdende, rhythmisch akzentuierte, farbintensive Malweise. In seinem Spätwerk, in dem See- und Küstenbilder, Meer und Wellen eine herausragende Rolle spielten, gewannen Dynamik und Expressivität an Bedeutung.

Die Ausstellung mit ca. 100 Gemälden, Pastellen und Zeichnungen stellt alle Schaffensperioden des Künstlers vor und zeigt wichtige Einflüsse durch Künstlerkollegen auf. Die Exponate stammen aus den großen Hagemeister-Sammlungen, insbesondere aus Potsdam und Berlin. Einige Werke aus Privatbesitz sind erstmals zu sehen.

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