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18.7.2020
Kindersommer zu „Kindersommer”,
 zu „Kindersommer”,
Im Bergbauernmuseum lebenden Tieren begegnen
 zu „Kindersommer”,
In Erkheim die Schule von früher besuchen
 zu „Kindersommer”,
Fahrt mit der Torfbahn in Bad Wurzach
 zu „Kindersommer”,
Inatura: Großtierpräparate zum Anfassen
 zu „Kindersommer”,
Glückliches Kälbchen in Illerbeuren

Beitrag

Kindersommer

im Allgäu, am Bodensee und in Oberschwaben

Rainer Göttlinger
Herausgeber

In Zeiten, in denen der Inlandstourismus boomt, sind Ideen für die kindgerechte Freizeitgestaltung am Urlaubsort stets willkommen.

Ein schönes, ansprechend gestaltetes Nachschlagewerk für die Region Allgäu-Bodensee-Oberschwaben ist jetzt unter dem Titel KINDERSommer im Szene Kultur Verlag erschienen, es ist bereits die siebente aktualisierte Auflage, mit deren Hilfe Urlauber, aber auch Einheimische wieder viel Neues in ihrer Region entdecken können.

Die Autoren des Buches sind in der Region aufgewachsen, haben selbst Kinder und wissen also, worauf es ankommt: Fotos, aus denen quasi das pure Vergnügen sprüht, Altersempfehlungen, Öffnungszeiten, Eintrittspreise sowie natürlich sämtliche Kontaktmöglichkeiten.

Im Urlaub mit den Eltern ins Museum zu „müssen” könnte bei den Zöglingen eine gewisse Skepsis auslösen, aber wo in bunten Bildern Kinder vergnügt Minitraktor fahren, beim Holzsägen mit anpacken, einen lustigen Hut basteln, sich als Römer und Römerinnen, tapfere Ritter und schüchterne Burgfräulein verkleiden oder süße Zwergmäuse beobachten, sollten kindliche Vorbehalte dann doch recht schnell gegenstandslos werden.

So bietet zum Beispiel das Torfmuseum eine vergnügliche Fahrt mit dem Torfbähnle an. Im Schulmuseum darf mit Griffeln auf Schiefertafeln gekritzelt und im archäologischen Hegau-Museum ein Tongefäß wieder zusammengepuzzelt werden. Im Federseemuseum Bad Buchau heißt es an ausgewählten Tagen gar „Kinder führen Kinder”.

Übrigens: womit kam Papa eigentlich ins Internet, als es noch keine PCs und Laptops gab? Und warum ging Mama zum Telefonieren in eine dieser gelben Kabinen am Straßenrand, statt einfach ihr Mobiltelefon aus der Tasche zu ziehen? Fragen auf die sich vielleicht im Automuseum Wolfegg eine Antwort finden läßt oder im Erwin Hymer Museum.

Besonders geeignet für Familienausflüge sind natürlich die Freilichtmuseen, sie bieten so viele Projekte, Veranstaltungen und Führungen an, daß man sich am besten in deren Online-Kalender einwählt, die jeweilige Website ist bei den Tipps mit angegeben. In der Regel kann man dort auch gleich urig-authentisch im Museumsgasthaus speisen.

Der Rezensent selbst würde sich, noch einmal Kind sein dürfend, vermutlich im Steinbruch von Holzmaden der Suche nach Versteinerungen widmen und am Ende zwar keinen echten Dinosaurierknochen, sehr wohl aber einen hübschen Ammoniten oder doch zumindest ein Bruchstück eines solchen mit nach Hause nehmen.

SZENE KULTUR Verlag

ISBN: 978-3-9815039-6-8

13,90 €

POI

Museum, Immenstadt

Allgäuer Berg­bauern­museum

Höchst­ge­le­ge­nes Frei­licht­museum Deutsch­lands. Leben und Arbeiten der Berg­bauern: Milch­wirt­schaft, Butter- und Käse­her­stel­lung, Alp­wirt­schaft.

Museum, Wolfegg

Bauern­haus-Museum Allgäu

Fischer­haus, ehe­mals fürst­liche Hof­fische­rei, Back­haus mit Knecht­kammer, Bienen­haus, Hennen­stall, Bauern­gärten, Emmen­taler-Käserei, liebe­volle Innen­aus­stattung vom Himmel­bett bis zum Melk­schemel.

Museum, Wolfegg

Automuseum Wolfegg

Alltagsautos der verschiedensten Epochen, insbesondere der 60er, 70er und 80er Jahre. Wohnzimmer, Klassenzimmer, Fotoapparate aus dieser Zeit. Motorräder, Mopeds, Motorroller und Mofas, Einradanhänger, Wolfegger Feuerwehr.

Museum, Lindenberg im Allgäu

Deut­sches Hut­museum

Hut­macher­gewerbe. Hut­her­stel­lung, Hut­stadt und Hut­mode. Inter­es­san­tes und Kurio­ses rund um das Thema Kopf­be­deckun­gen.

Museum, Erkheim

1.Allg­äu-Schwä­bi­sches Dorf­schul­mu­seum

Ge­schichte der ein­klas­si­gen Dorf­schule, origi­naler Klassen­raum, Lehr- und Lern­mittel.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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