Version
28.2.2014
 zu „Kleist-Museum (Museum)”, DE-15230 Frankfurt (Oder)

Museum

Kleist-Museum

Gedenk- und Forschungsstätte

Faberstraße 6-7
DE-15230 Frankfurt (Oder)
Ganzjährig:
Di-So 10-18 Uhr
24.12.,25.12.,31.12.,1.1.:
geschlossen

Eine Ausstellung über Leben und Werk des Schriftstellers Heinrich von Kleist muss sich mit drei grundsätzlichen Fragen auseinandersetzen: Wie lässt sich im visuellen Medium Ausstellung ein Leben attraktiv präsentieren, das praktisch keine anderen gegenständlichen Zeugnisse hinterließ als beschriebene Blätter? Welche Beziehung zwischen der Person Heinrich von Kleist und den von ihm geschaffenen literarischen Werken soll hergestellt werden?

Und wie stellt man eigentlich Literatur aus?

Die Dauerausstellung des Kleist-Museums in der ehemaligen Garnison-Schule geht das Wagnis ein, Leben und Werk des 1777 in Frankfurt (Oder) geborenen Erzählers und Dramatikers getrennt zu präsentieren: seine Dichtungen und Schriften werden unabhängig von ihren Entstehungskontexten betrachtet, um sie als eigenständige Kunstwerke zu würdigen.

Sprache

Der Fokus liegt zunächst auf der einzigartigen Sprache Kleists, deren spezifische Merkmale herausgestellt werden. Seine fiktionalen Welten werden unter vier thematischen Perspektiven „pur”, in auditiven Zitaten, vorgestellt.

Ohne vorgefertigte Bilder anzubieten, ermöglicht die Ausstellung dadurch persönliche Zugänge zu Kleists Werk, die den individuellen Akt des Lesens spiegeln.

Leben

Kleists Leben wiederum wird in seinem historischen Kontext präsentiert. Exponate aus dem jeweiligen Umfeld und Nachbildungen nicht erhaltener Objekte sowie Rauminstallationen, die Lebensphasen Kleists in charakteristische Bilder fassen, erschaffen eine sinnliche Dimension. Jeder Raum widmet sich einem biographischen Abschnitt: Herkunft und Offizierskarriere, naturwissenschaftliches Studium, Versuche als Dichter und Beamter, Schriftstellerexistenz, Tod.

Brüche in der Lebensbahn, die die Selbstäußerungen Kleists nicht hinreichend erklären können, Kämpfe der literarischen Figuren in mehrdeutigen Textwelten: Kleists Leben und Werk stellen uns immer wieder vor Rätsel.

Sammlungen

Die Sammlungen gliedern sich in mehrere Bereiche. Der wichtigste Teil, die Kunstsammlung, umfasst Zeugnisse der Auseinandersetzung bildender Künstler mit Leben und Werk Heinrich von Kleists; beispielsweise befinden sich Arbeiten der Künstler Max Slevogt, Oskar Kokoschka, Max Liebermann oder Horst Janssen im Besitz des Museums. Ein Schwerpunkt liegt auf der Sammlung DDR-Kunst zu Kleist, darunter auch Figurinen, Bühnenbildskizzen und Szenenstudien bekannter Bühnenbildner.

Einen umfangreichen Bereich der Sammlungen bilden die Theatralia, Materialien zu Inszenierungen der Kleistschen Werke auf deutsch- und fremdsprachigen Bühnen, zu denen Programmhefte, Plakate, Strichfassungen, Bühnenmodelle, Szenenfotos zählen. Weiterhin gehören Musealia, auf Kleist bezogene Gegenstände wie Briefmarken, Postkarten, Kartenspiele, Porzellan, Münzen, und mediale Objekte wie Tonaufnahmen und filmische Kleist-Adaptionen und Dokumentationen zu den Sammlungen.

POI

Museum, Frankfurt (Oder)

Museum Viad­rina

Ur- und Früh­ge­schichte, Mittel­alter, histo­ri­sche Musik­instru­mente, Kunst­hand­werk des Lebu­ser Landes, Bil­den­de Kunst.

Museum, Frankfurt (Oder)

Museum Junge Kunst

Ost­deut­sche Kunst nach 1945 aus den Be­rei­chen Male­rei, Plastik, Skulp­tur, In­stalla­tion, Hand­zeich­nung und Aqua­rell sowie deut­sche und pol­ni­sche Grafik.

Museum, Frankfurt (Oder)

Sport­museum

Museum, Frankfurt (Oder)

Ge­denk- und Doku­men­ta­tions­stätte

Ge­schich­te poli­ti­scher Ver­fol­gung während des National­sozia­lis­mus, unter der sowje­tischen Be­satzungs­macht und in der DDR-Zeit am authen­tischen Ort.

Gehege, Frankfurt (Oder)

Wild­park am Ro­sen­gar­ten

Bis 2.6.2024, Neuhardenberg

Der Himmel über Branden­burg

Ab 20.7.2024, Neuhardenberg

Nacht in Deutsch­land

Versteckt, teil­weise ver­graben, haben die im Ver­borge­nen ent­standen­en Werke die Jahre des Nazi­regimes über­dauert.

Museum, Eisenhüttenstadt

Museum Utopie und Alltag

Leben in der DDR. Tisch­decken, Platz­deckchen, Unter­setzer, Schäl­chen, kleine Dosen und kunst­gewerb­liche Gegen­stände aller Art.

Bis 24.11.2024, Berlin

Roads not Taken

Anhand von 14 markanten Ein­schnitten der deutschen Geschichte werden die Wahr­schein­lich­keiten von ausge­bliebener Geschichte gezeigt: verhindert von Zufällen oder dem Gewicht persön­licher Unzu­länglich­keiten.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
Pressemitteilungen willkommen
#1708 © Webmuseen Verlag