Ausstellung 03.11.19 bis 17.01.21

Museum Weiler Textilgeschichte

Knopf dran!

Eine Kulturgeschichte der Knöpfe

Weil am Rhein, Museum Weiler Textilgeschichte: Die Geschichte der Knöpfe begann etwa vor 6000 Jahren. Jedoch erst im Spätmittelalter kam die Verschlusstechnik aus dem Orient nach Europa. Bis 17.1.21

Knöpfe sind ständige Begleiter in unserem Alltag, aber sie werden kaum wahrgenommen. Erst wenn sie fehlen, werden wir auf die kleinen Helfer aufmerksam.

Die Geschichte der Knöpfe begann etwa vor 6000 Jahren. Aus der Epoche der Jungsteinzeit sind runde Objekte aus Stein mit geometrischen Mustern bekannt, die zunächst aber als Schmuck und nicht zuletzt als Zeichen des Wohlstands dienten.

Erst im Spätmittelalter kam die Verschlusstechnik aus dem Orient nach Europa. Wie praktisch das Verschließen der Kleidung mit den runden Scheiben ist, die man annäht und dann durch einen Schlitz im Bekleidungsstoff schiebt, erfuhren die Europäer erst im 13. Jahrhundert.

Der rasante Siegeszug des Knopfes unterstrich die Genialität der einfachen wie praktischen Verschlusstechnik. Der Knopf beeinflusste nicht nur maßgeblich die Mode, sondern brachte auch neue Berufszweige hervor.

Ob Knöpfe aus Perlmutt, Rosenholz, Hirschhorn oder mit Stoffbezug - der Vielfalt der Materialien, aus denen Knöpfe hergestellt werden, wird ebenso Rechnung getragen wie den verschiedenen Anwendungsbereichen der Knöpfe und den schöne, dekorativen „Schmuck”-stücken, welche der Kleidung eine besondere Note verleihen.

Ein Teil der Knopf-Ausstellung ist der hier ehemals ansässigen Knopfindustrie gewidmet: die Geschichte der „Chnopfi”, der Firma Raymond in Lörrach, geht auf die Herstellung von Druckknöpfen zurück. Zahlreiche Objekte zeigen die Entwicklung und die historische Produktpalette des Lörracher Unternehmens.

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