Leben hinter Wall und Graben

Die Tradition der Festungsstädte

Emslandmuseum
17.2.-13.10.2019

Burgstraße 28b
49808 Lingen

www.museum-lingen.de
www.lingen.de/Veranst..._wall_und_graben.html

Di-So 14.30-17.30 Uhr

In den Kriegs­zeiten des 16. und 17. Jahr­hun­derts ent­stand in Europa mit der Festungs­stadt ein neuer Städte­typ. Die stern­förmige Ideal­form setzte neue Maß­stäbe für die bau­liche Ent­wick­lung der Städte, die Wasser­ver­sor­gung der Gräben ver­änderte den Natur­raum im Umland.

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    Leben hinter Wall und Graben :: Ausstellung
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    In den Kriegszeiten des 16. und 17. Jahrhunderts entstand in Europa mit der Festungsstadt ein neuer Städtetyp. Er war geprägt durch ein enges Zusammenleben von Militär und Bevölkerung im Schutze aufwendiger Festungsbauten. Die sternförmige Idealform jeder Festung setzte neue Maßstäbe für die bauliche Entwicklung der Städte, die Wasserversorgung der Gräben veränderte den Naturraum im Umland. Unter den Wällen und dem unbebauten Vorgelände verschwanden große Flächen mit Gärten, Äckern und Weiden.

    Die Erfordernisse des Militärs, die Versorgung der Truppen mit Essen und Trinken, Kleidung und Ausrüstung gab vielen Bürgern Arbeit und Einkommen. Doch bei Belagerungen stockte das wirtschaftliche Leben. Durch Beschuss, Brand und Plünderungen verloren viele Bürger ihr Vermögen, manche gar ihr Leben.

    Lingen und Coevorden sind zwei typische Festungsstädte, die einst die deutsch-niederländische Grenze und wichtige Verkehrswege zwischen Deutschland und den Niederlanden kontrollierten. Die Spuren der Festungszeit sind in beiden Städten bis heute lebendig.