Emslandmuseum

Leben hinter Wall und Graben

Die Tradition der Festungsstädte

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In den Kriegszeiten des 16. und 17. Jahrhunderts entstand in Europa mit der Festungsstadt ein neuer Städtetyp. Er war geprägt durch ein enges Zusammenleben von Militär und Bevölkerung im Schutze aufwendiger Festungsbauten. Die sternförmige Idealform jeder Festung setzte neue Maßstäbe für die bauliche Entwicklung der Städte, die Wasserversorgung der Gräben veränderte den Naturraum im Umland. Unter den Wällen und dem unbebauten Vorgelände verschwanden große Flächen mit Gärten, Äckern und Weiden.

Die Erfordernisse des Militärs, die Versorgung der Truppen mit Essen und Trinken, Kleidung und Ausrüstung gab vielen Bürgern Arbeit und Einkommen. Doch bei Belagerungen stockte das wirtschaftliche Leben. Durch Beschuss, Brand und Plünderungen verloren viele Bürger ihr Vermögen, manche gar ihr Leben.

Lingen und Coevorden sind zwei typische Festungsstädte, die einst die deutsch-niederländische Grenze und wichtige Verkehrswege zwischen Deutschland und den Niederlanden kontrollierten. Die Spuren der Festungszeit sind in beiden Städten bis heute lebendig.

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