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20.12.2025
Linde Burkhardt „A quattro mani” zu „Ich bin keine Keramikerin. Linde Burkhardt”, DE-14059 Berlin
Linde Burkhardt, aus der Serie „A quattro mani” mit Alessandro Mendini, 2006
Keramik Archiv Linde Burkhardt Foto: Cesare Genunzio

Ausstellung 30.01. bis 26.04.26

Ich bin keine Keramikerin. Linde Burkhardt

Bröhan-Museum

SchIoßstraße 1a
DE-14059 Berlin
Ganzjährig:
Di-So+Ft 10-18 Uhr
Ab Frühjahr 2027:
im Auf-/Umbau

Das Bröhan Museum zeigt eine Auswahl des vielseitigen Werks der Künstlerin und Designerin Linde Burkhardt (*1937).

Nach einer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Zürich und einem Malereistudium in Berlin studiert Linde Burkhardt in Hamburg bei Almir Mavignier. In den 1960er Jahren war die Hochschule für bildende Künste in Hamburg eine der interessantesten Kunstschulen Deutschlands. Max Bill, Joseph Beuys, Franz Erhard Walther, Max Bense und Bazon Brock, um nur einige zu nennen, gehörten zu den wichtigen Inspirationsquellen für die junge Künstlerin. Mit dem Konzept der Partizipation des Betrachters und natürlich dem Einfluss der 68er-Bewegung veränderten sich der Kunstbegriff und auch das Kunstverständnis von Linde Burkhardt.

Die Offenheit für das Experiment, die Lust am Austesten von neuen Möglichkeiten wurden zum Wesensmerkmal Ihres Schaffens. Als Malerin entwirft sie Teppiche. Als jemand, der noch nie mit Keramik gearbeitet hat, wagt sie sich an dieses altehrwürdige, ja fast archaische Material der menschlichen Kreativität heran. Zunächst nutzt sie für sie vorgefertigte lederharte Teller nur als Grundlage für ihre Zeichnungen, aber schon bald entwirft sie Formen für Gefäße, darunter viele für die italienische Designfirma Driade. Für Alessi kombiniert sie Metall und Keramik, indem sie vorgefertigte Metallteile von Alessi-Klassikern mit eigenen Keramikformen zu etwas ganz Neuem kombiniert. Oder sie fordert den italienischen Designer Alessandro Mendini in der Serie „Due mani” zu einem Duett auf: einmal entwirft Mendini die Form und Linde Burkhardt den Dekor, und bei der nächsten Serie ist es umgekehrt. Immer haben ihre Objekte einen hohen erzählerischen Wert, weshalb sie auch problemlos zwischen freien Arbeiten und Entwürfen für Designfirmen wechseln kann.

Ein Großteil der in der Ausstellung gezeigten Werke geht nach dem Ende der Schau als Schenkung der Künstlerin in den Besitz des Bröhan Museums über.

POI

Ausstellungsort

Bröhan-Museum

Jugend­stil, Art Deco und Funk­tio­na­lis­mus. Kunst­hand­werk und Indu­strie­design von der Jahr­hun­dert­wende bis zu den 20er und 30er Jah­ren, Bilder-Galerie mit Schwer­punkt Ber­li­ner Se­ces­sion.

Bis 22.2.2026, im Haus

Havelluft und Groß­stadt­lichter

Die Aus­stellung zeigt, wie das urbane Leben und die länd­liche Idylle in der Kunst der Berliner Secession ihren Ausdruck fanden.

Bis 26.4.2026, im Haus

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Die Aus­stellung widmet sich außer­gewöhn­lichen Druck­erzeug­nissen und eröffnet einen faszini­erenden Blick auf die heraus­ragende Illustrations­kunst der Art-Déco-Zeit.

Museum, Berlin

Museum Berg­gruen

Muse­um des 2007 ver­stor­be­nen Kunst­händ­lers Heinz Berg­gruen. Heraus­ragen­de Werke der Klas­si­schen Moder­ne: Pi­casso, Klee, Matisse, Braque, Laurens und Giaco­metti.

Museum, Berlin

Museum Scharf-Gersten­berg

Samm­lung Scharf-Ger­sten­berg. Die 1851 ur­sprüng­lich für die Pferde, Kut­schen und Leib­garde König Wil­helms IV. ge­plan­ten Ge­bäude wurden zwi­schen 1967 und 2005 durch das Ägyp­tische Museum genutzt.

Museum, Berlin

Abguß­samm­lung antiker Plastik

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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