Ausstellung 19.11.21 bis 30.01.22

Ostholstein-Museum

Louise M. Wagner (1875-1950)

Eine Eutiner Malerin ihrer Zeit

Eutin, Ostholstein-Museum: Während sich Louise M. Wagner in ihrem grafischen Werk vor allem der Natur und den Stadtansichten ihrer norddeutschen Heimat und der bereisten Landstriche widmete, dominieren in der Malerei vor allem Porträt- und Aktdarstellungen. Bis 30.1.22

Die Winterausstellung ist der vor allem in der Region bekannten Eutiner Malerin Louise M. Wagner (1875-1950) gewidmet, deren künstlerisches Schaffen von einer großen Reisetätigkeit und Heimatliebe, von Schaffenskraft und einem vielseitigen künstlerischen Ausdruck, aber auch von Selbstzweifeln und Krankheit geprägt war.

In Elmshorn geboren und in Eutin aufgewachsen, ging Louise M. Wagner trotz anfänglicher Widerstände der Familie 1900 nach Berlin, um dort in dem Privatatelier von Wilhelm Feldmann ersten Zeichen- und Malunterricht zu nehmen. Es folgten Studien an der Münchner Privatschule für Graphische Künste bei Johann Brockhoff und Moritz Heymann und Unterricht bei Heinrich Linde-Walther in Travemünde sowie ein Semester an der staatlichen Kunstakademie in Weimar 1918. Louise Wagner unternahm in dieser Zeit zahlreiche Studienreisen im In- und Ausland, die sie zu einem umfangreichen malerischen Oeuvre inspirierten. Trotz dieser regen Studien- und Reisetätigkeit war die Malerin vornehmlich in Eutin ansässig.

Während sich Louise M. Wagner in ihrem grafischen Werk vor allem der Natur und den Stadtansichten ihrer norddeutschen Heimat und der bereisten Landstriche widmete, dominieren in der Malerei vor allem Porträtdarstellungen, wie die zahlreichen Bildnisse von Kindern, jungen Frauen, Männern und Greisen, aber auch die Aktdarstellungen beweisen. Von beeindruckender Farbigkeit sind darüber hinaus vor allem ihre auf Reisen und unterwegs angefertigten Kreidezeichnungen und Aquarelle.

Von 1908 bis 1912 beteiligte sich Louise M. Wagner mit ihren Arbeiten an den jährlichen Ausstellungen im Münchner Glaspalast und nahm u.a. an Ausstellungen in Oldenburg, Fischbek und in der Kieler Kunsthalle teil. Zu jener Zeit traten jedoch mit den Jahren zunehmende depressive Phasen auf, die schließlich ab 1935 nach Ausbruch einer schweren endogenen Depression in einem dauerhaften Sanatoriums-Aufenthalt mündeten und zum Ende ihrer umfangreichen künstlerischen Tätigkeit führten.

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