Matisse und die wilden Bestien

Die Albertina
20.9.2013-12.1.2014

Albertinaplatz 1
1010 Wien

www.albertina.at

Mo-Di, Do-So 10-18 Uhr
Mi 10-21 Uhr

Die Alber­tina zeigt eine umfang­reiche Aus­stellung mit rund 150 Werken von Henri Matisse und den Fauves, deren Bilder heute zu den Weg­be­rei­tern der Moderne gezählt werden. Der Fau­vis­mus dauerte nur zwei Jahre, gilt jedoch als die erste und ent­schei­dende Avant­garde­be­we­gung des 20. Jahr­hun­derts.

Henri Matisse, Dächer von Collioure
Henri Matisse, Die Dächer von Collioure, 1905, The State Hermitage Museum, St. Petersburg
Andre Derain, Big Ben
André Derain, Big Ben, 1906/07, Musée d'Art moderne, Troyes
Henri Matisse, Papageien-Tulpen
Henri Matisse, Papageien-Tulpen, 1905, Albertina, Sammlung Batliner
Henri Matisse, Die Zigeunerin
Henri Matisse, Die Zigeunerin, 1905/06, Musée national d'Art moderne - Centre Georges Pompidou, Paris
Andre Derain, Porträt Henri Matisse
André Derain, Porträt des Henri Matisse, 1905, Tate, London 2013
Matisse und die wilden Bestien :: Ausstellung
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Die Albertina zeigt eine umfangreiche Ausstellung mit rund 150 Werken von Henri Matisse und den Fauves, deren Bilder heute zu den Wegbereitern der Moderne gezählt werden. Die meisten Arbeiten der jungen Künstlerkollegen, die die damalige Kunstkritik mit „fauves“ („wilden Tieren“) verglich, sind in dieser Ausstellung zum ersten Mal in Wien und in Mitteleuropa überhaupt zu sehen. Zu den Fauves gehörten neben Henri Matisse auch André Derain, Maurice de Vlaminck, Georges Braque und Kees van Dongen.

Matisse war das Oberhaupt und das Sprachrohr der Fauves. 1905 sorgten er und seine Künstlergruppe beim 3. Pariser Herbstsalon für Aufsehen. Ihre Bilder brüllten förmlich von den Wänden. Das Publikum war entsetzt über die heftigen, scheinbar rasch hingeworfenen Pinselstriche und die bunten, intensiv leuchtenden Farben. Das Motiv war nebensächlich, was zählte war der Ausdruck.

Neben den berühmten Gemälden zeigt die Ausstellung, dass Matisse und die Fauves auch in ihren Bronzen, Keramiken, Steinskulpturen und Möbelstücken nach Expression und Intensität strebten. Der Fauvismus dauerte nur zwei Jahre, gilt jedoch als die erste und entscheidende Avantgardebewegung des 20. Jahrhunderts, und war von epochaler Bedeutung für die Entwicklung der Moderne.