Megalopolis

Stimmen aus Kinshasa

Museum für Völkerkunde zu Leipzig
1.12.2018-31.3.2019

Johannisplatz 5-11
04103 Leipzig

www.grassimuseum.de

Di-So 10-18 Uhr

Die Künstler Kin­sha­sas selbst ver­mitteln ohne Filter an die Musems­besucher, was sie beschäftigt: kolo­niale Ver­gangen­heit und ihre Aus­wir­kun­gen, Gewalt, Unter­drückung von Frauen, Krieg, Korrup­tion, Aus­beutung, Um­welt­zer­störung, kultu­relles Erbe, Spiritu­alität, urbaner Alltag.

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Megalopolis :: Ausstellung
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Mit mehr als 12 Millionen Einwohnern ist Kinshasa, die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, die drittgrößte Megastadt des Kontinents. Von den heute 800 Millionen Menschen in Afrika wird in 25 Jahren mehr als die Hälfte in Städten leben. Die urbane Realität des afrikanischen Kontinents wird bis heute in ethnologischen Museen selten thematisiert.

Gezeigt wird keine Ausstellung aus Sicht eines europäischen Ethnologen, sondern die Künstler Kinshasas selbst vermitteln ohne Filter an die Musemsbesucher, was sie beschäftigt: koloniale Vergangenheit und ihre Auswirkungen, Gewalt, Unterdrückung von Frauen, Krieg, Korruption, Ausbeutung, Umweltzerstörung, kulturelles Erbe, Spiritualität, urbaner Alltag. Traditionelle Skulpturen und Masken aus dem Kongo tauchen in vielen der zeitgenössischen Kunstwerke auf und verbinden so nicht nur die Vergangenheit mit der Gegenwart, sondern auch die Kongo-Bestände des Leipziger Völkerkundemuseums mit der Megastadt Kinshasa.

Trotz aller geopolitischen Überraschungen und administrativen Widrigkeiten war es möglich, acht der 24 beteiligten Künstler zusammen mit den zwei Kuratoren Freddy Tsimba und Eddy Ekete für die Künsterresidenz in Leipzig begrüßen zu können: Anastasie Langu, Azgard Itambo, Chéri Benga, Danniel Toya, Dolet Malalu, Elie Mbansing, Eunice Kamanda, Flory Sinanduku, Francis Mampuya, Fransix Tenda, Gabriel Lukinga, Géraldine Tobe, Hervey Ngoma, Hilary Balu, Jean Kamba, Jean-Jacques Tankwey, Judith Kaluaji, Louison Mbeya, Mega Mingiedi, Nada Tshibuabua, Olivier Nalumbu, Serge Diakota, Steve Bandoma, Vincent Lombumbe.