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27.6.2023
Tschabalala Self, Jawlensky zu „Menschheitsdämmerung”, DE-53113 Bonn
Tschabalala Self, Fade, 2019, und Alexej von Jawlensky, Mädchen mit niedergeschlagenen Augen, um 1912
© die Künstlerin und © Foto: David Ertl

Ausstellung 19.10.23 bis 18.02.24

Menschheitsdämmerung

Kunst in Umbruchzeiten

Kunstmuseum Bonn

Helmut-Kohl-Allee 2
DE-53113 Bonn
Ganzjährig:
Di, Do-So 11-18 Uhr
Mi 11-21 Uhr

Die Ausstellung zeigt Kunstwerke aus den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, die aus der Sammlung der Klassischen Moderne des Kunstmuseums Bonn stammen, im Dialog mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen.

Gemeinsam ist den Arbeiten aus beiden Epochen, dass ihr Entstehen in eine Zeit großer gesellschaftlicher, politischer und sozialer Krisen fiel und fällt – und dass diese Erfahrung in den Werken reflektiert und dargestellt wird: damals die Veränderung des Lebens durch die Folgen der industriellen Revolution, heute die aktuelle Transformation unseres gesellschaftlichen Miteinanders durch das Erleben des Klimawandels und der Erschöpfung der Ressourcen unserer Welt. Kriege und gewaltsame Konflikte, die unsere Existenz bedrohen, sowie Fragen nach Identität und Selbstbestimmung prägen sowohl den Beginn des 20. als auch des 21. Jahrhunderts.

Der Titel der Ausstellung ist der gleichnamigen Gedichtsammlung von Kurt Pinthus aus dem Jahr 1919 entlehnt, die die expressionistische Lyrik des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts in vier Kapiteln zusammenfasst: Sturz und Schrei, Liebe des Menschen, Erweckung des Herzens, Aufruf und Empörung. Der Ausstellungsparcours folgt in assoziativer Art und Weise diesen thematischen Ausrichtungen. Kunst wird hierbei als ein Mittel der Befragung der Welt verstanden, als ein Reflexionsmedium, das neue Impulse für das Denken anstößt und damit auch gesellschaftlich agiert.

Die Ausstellung zeigt die Krise, den gesellschaftlichen Umbruch im Blick der Kunst, die als Impulsgeber dieser Reaktionen bestehende Strukturen nicht nur aufbricht und hinterfragt, sondern auch neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten schafft. Die Kunstwerke aus den beiden Jahrhunderten werden aufeinander bezogen oder zueinander in Kontrast gesetzt, um so ein Netz von Bezügen und Verweisen, aber auch Kontrasten und Oppositionen entstehen zu lassen.

Teilnehmende Künstler: Nevin Aladağ, Francis Alÿs, Kader Attia, Yael Bartana, Rebekka Benzenberg, Monica Bonvicini, Andrea Bowers, Heinrich Campendonk, Louisa Clement, Max Ernst, Georg Herold, Franz M. Jansen, Alexej von Jawlensky, Käthe Kollwitz, Wilhelm Lehmbruck, Max Liebermann, August Macke, Helmuth Macke, Goshka Macuga, Marie von Malachowski-Nauen, Carlo Mense, Zanele Muholi, Heinrich Nauen, Grace Ndiritu, Anys Reimann, Deborah Roberts, Daniel, Scislowski, Paul Adolf Seehaus, Tschabalala Self, Monika Sosnowska, William Straube, Emma Talbot, Hans Thuar, Lawrence Weiner.

POI

Ausstellungsort

Kunst­museum Bonn

Rhei­ni­scher Ex­pres­sio­nis­mus mit Haupt­wer­ken August Mackes, west­deut­sche Kunst der 1950er bis 1990er Jahre. Werk­grup­pen ein­zel­ner Künst­ler wie z. B. Georg Base­litz, Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Sigmar Polke und Re­becca Horn.

Bis 22.9.2024, im Haus

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Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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