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29.4.2024
Mikrowelten Zinnfiguren zu „Mikrowelten Zinnfiguren”, DE-90402 Nürnberg

Ausstellung 09.05.24 bis 26.01.25

Mikrowelten Zinnfiguren

Germanisches Nationalmuseum

Kartäusergasse 1
DE-90402 Nürnberg
0911-1331-0
info@gnm.de
Ganzjährig:
Di, Do-So+Ft 10-18 Uhr
Mi 10-20.30 Uhr

Das Germanische Nationalmuseum hat eine beeindruckende Ergänzung seiner Spielzeugsammlung erhalten: die einzigartige und hochwertige Schweizer Zinnfigurensammlung von Alfred R. Sulzer mit über 145.000 Stücken. In der Ausstellung werden ausgewählte Highlights der Sammlung präsentiert.

Die ausgestellten Figuren wurden hauptsächlich zwischen 1750 und dem Ende des Ersten Weltkrieges als Kinderspielzeug gefertigt. Die wichtigsten Produktionsorte waren Nürnberg und Fürth. Rund 40 Millionen Stücke aus diesem Zentrum fanden um 1900 ihren Weg auf den nationalen und internationalen Markt.

Die Ausstellung ist in zwölf Abschnitte unterteilt. Der erste widmet sich der Geschichte der Sammlung und dem Sammler Alfred R. Sulzer selbst. Es werden kurze Einblicke in die Herstellung und den Vertrieb gegeben, bevor eine facettenreiche Spielwelt mit über 100 Szenen und Einzelfiguren präsentiert wird. Zinnfiguren machten Themen aus der Welt- und Kinderliteratur greifbar. Besonderer Raum wird den Szenen des Alltags und des Vergnügens gewidmet, in denen viele exquisite Stücke zu entdecken sind, wie zum Beispiel der Arc de Triomphe aus Zinn.

Während im Biedermeier das Zinnspielzeug noch kaum geschlechtsspezifisch ausgerichtet war, änderte sich dies in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Massenhaft produzierte Ritter, Zinnsoldaten und später auch Darstellungen von Kolonialkonflikten richteten sich vor allem an Jungen. Den Abschluss der Ausstellung bilden Majestäten in Zinn. Ein Höhepunkt ist der Besuch von Queen Victoria auf der Weltausstellung von 1851 mit dem imposanten Glaspalast.

Die Zinnfiguren spiegeln mediale Ereignisse und viele Aspekte der Kulturgeschichte wider. Mit diesem Massenmedium wurden aktuelle Geschichts- und Gesellschaftsbilder in ganz Europa verbreitet. Das Spielzeug zeigt, wie Zeitgeschichte für Kinderwelten aufbereitet wurde und gewährt aufregende Einblicke in die widersprüchlichen und sich schnell verändernden Lebenswelten des 19. Jahrhunderts auf dem Weg in die globalisierte Moderne.

POI

Ausstellungsort

Germa­nisches National­museum

Größ­tes Museum für Kunst und Kultur des deutsch­spra­chigen Raums. Zeit­reise durch 100.000 Jahre Kultur­ge­schichte vom Faust­keil über den Ezels­dorfer Gold­kegel, kost­bare mittel­alter­liche Skulp­turen, dem Behaim-Globus, die Kaiser­bilder Alb­recht Dürers bis hin zu Kunst und Design der Gegen­wart.

Dependance, Nürnberg

Kaiser­burg-Museum

Außen­stelle des Germa­ni­schen Natio­nal­museums. Bau­ge­schichte und Bedeu­tung der Kaiser­burg, Ent­wick­lung der Waffen­technik, Waffen­samm­lung.

Stichwort

Ernst Ludwig Kirchner

Bis 23.6.2024, Nürnberg

Michael Jost­meier. Unter­wegs 1956-2023

Die umfang­reiche Retro­spektive stellt erstmals das foto­grafische Schaffen von Michael Jostmeier vor: eine Präsen­tation, die von der Neugierde des Foto­grafen geprägt und voller Über­raschungen ist.

Bis 22.9.2024, Nürnberg

Meta­verse: Phäno­menal Digital?

Die Aus­stel­lung zeigt soziale, wirt­schaft­liche und recht­liche Phäno­mene, wie wir sie heute schon in „proto­typi­schen Meta­versen” wie De­centra­land, Second Life oder VR Chat vorfinden, und be­leuch­tet die posi­tiven und nega­tiven Ent­wick­lungen.

Museum, Nürnberg

DB Museum

Älte­stes Eisen­bahn­museum der Welt. Ge­schich­te und Gegen­wart der Eisen­bahn in Deutsch­land. Wert­voller Be­stand an Ori­ginal­fahr­zeugen, ein Nach­bau des Adlers, Design­modell des ICE 4, Mo­delle, Eisen­bahn­bau- und Signal­technik. Frei­ge­lände mit histo­ri­schem Bahn­steig.

Bis 8.9.2024, Nürnberg

Bienen­schwarm & Honig­glück

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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