Ausstellung 19.03. bis 05.07.26
War die Spandauer Moritzkirche möglicherweise die älteste Kirche auf dem heutigen Berliner Stadtgebiet? Der ungefähre Standort war bekannt, aber es war doch eine kleine Sensation, als die mittelalterlichen Grundmauern der Moritzkirche bei Bauarbeiten 2023 wiederentdeckt wurden. Das Stadtgeschichtliche Museum Spandau widmet sich mit dieser Ausstellung erstmals umfassend der Geschichte des in Vergessenheit geratenen Gotteshauses.
Bereits um 1180 existierte eine Holzkirche mit Kirchhof, die im 13. Jahrhundert durch einen Steinbau ersetzt und später umgebaut wurde. Die französisch-napoleonische Besetzung Spandaus 1806 entweihte das Gebäude und nutzte es als Schlachthof und Magazin. Auch die preußische Armee behielt danach die ehemalige Kirche als Kaserne im militärischen Gebrauch. Im Jahr der Eingemeindung Spandaus nach Großberlin 1920 wurde der ursprünglich mittelalterliche Bau abgerissen, um neuen Wohnhäusern Platz zu machen.
Im Zentrum der Ausstellung stehen die 2023/24 dort durchgeführten archäologischen Grabungen und ihre Forschungsergebnisse. Gezeigt werden ausgewählte Originalobjekte – einige aus Gräbern am Kirchhof – und Archivalien, die zum Teil aus dem Mittelalter stammen und nur selten ausgestellt werden können. Spätere Dokumente, historische Fotografien und digitale Auswertungen der Archäologie geben weitere spannende Einblicke – und werfen die Frage auf, ob auch Spandaus Kirchengeschichte älter ist als die Berlin-Cöllns.
Ausstellungsort
Spätgotischer Bau. Bauen und Wohnen in der Spandauer Altstadt. Städtisches Leben im Lauf der Jahrhunderte.
Haupthaus, Berlin
Eine der bedeutendsten und besterhaltenen Renaissancefestungen Europas. Im Erdgeschoß Spandauer Geschichte von der frühen Besiedlung über die Zeit der Industrialisierung bis zur Gegenwart, im Obergeschoß Sonderausstellungen.
Museum, Berlin
Mittelalterliches Fachwerkhaus. Gemälde, Abendmahlsgeräte, Kirchenbücher und Urkunden. Alte Kirchenbibliothek mit rund 3000 Bänden.
Bis 26.7.2026, Berlin
Als eine der wenigen in den avantgardistischen Kreisen aktiven und anerkannten Frauen entwickelte Moss eine unverwechselbare Formensprache zwischen Malerei und Skulptur.
Bis 18.10.2026, Berlin
Die Offenheit für das Experiment, die Lust am Austesten von neuen Möglichkeiten wurden zum Wesensmerkmal Ihres Schaffens.