Ausstellung 25.11.22 bis 10.04.23

Archäologisches Museum, Frankfurt/Main

Mithras

Annäherungen an einen römischen Kult

Frankfurt/Main, Archäologisches Museum: Nach einer weiten Reise kehrten die inter­national bedeu­tenden Kultbilder zurück nach Frankfurt und werden nun im Rahmen der Sonder­ausstellung in neuer Auf­stellung prä­sentiert.

Erstmals nach ihrer Erschaffung vor fast 2000 Jahren verließen im Oktober 2021 herausragende Steindenkmäler des Mithras-Kultes aus Heiligtümern der römischen Stadt Nida (Frankfurt am Main-Heddernheim) das Frankfurter Stadtgebiet. Sie wurden als zentraler Bestandteil der in einer internationalen Kooperation entstandenen Sonderausstellung in den Museen Mariemont (Belgien) und Toulouse (Frankreich) präsentiert.

Nach dieser weiten Reise kehrten die international bedeutenden Kultbilder zurück nach Frankfurt und werden nun im Rahmen der Sonderausstellung in neuer Aufstellung präsentiert.

Das römische Nida, Zentralort der Civitas Taunensium, antiker Ursprung Frankfurts und ehemals als „teutsches Pompeji” bezeichnet, lag einst zwischen den Ortskernen von Praunheim und Heddernheim und ist heute weitgehend von den Wohnsiedlungen „Römerstadt” und „Nordweststadt” überbaut. Mit vier oder fünf Mithräen gehört Nida zu den wichtigsten Fundstätten des Mithras-Kultes in den Provinzen des römischen Reiches. Das große drehbare Kultbild aus Mithräum I von Nida (Frankfurt-Heddernheim) ist in der Sonderausstellung zum ersten Mal überhaupt seit seiner Entdeckung im Januar 1826 vor 196 Jahren wieder in Frankfurt zu sehen.

Zusammen mit den im Refektorium des Karmeliterklosters ausgestellten Funden aus Mithras-Heiligtümern aus Italien, Frankreich, Kroatien, Ungarn und Rumänien sowie aus dem Limesgebiet in der Region Rhein-Main eröffnen die archäologischen Funde von Frankfurter Boden einen neuen Blick auf den faszinierenden Kult des Sonnengottes Mithras, der Wissenschaft und Forschung noch heute in vielen Bereichen Rätsel aufgibt.

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