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29.1.2026
Mocca-Tasse zu „Kleine Tasse, großer Genuss”,
Mocca-Tasse der Manufaktur Eichwald, 19. Jahrhundert, Foto: Museum Nienburg

Exponat

Kleine Tasse, großer Genuss

Mokkatasse mit reichem Dekor der Porzellanmanufaktur Eichwald

Museum Nienburg
DE-31582 Nienburg

Was passt besser zu grauen, kühlen Tagen als eine heiße Tasse Kaffee? Bei der Zubereitung des perfekten Kaffees scheiden sich bekanntlich die Geister: hand- oder maschinengefiltert, aus der Siebträgermaschine, der French Press oder dem Herdkännchen – jede und jeder Kaffeeliebende hat seine bevorzugte Methode.

Mokka – ursprünglich aus dem arabischen und türkischen Raum stammend – bezeichnet eine besonders kräftige, aromatische Kaffeezubereitung. Das fein gemahlene Kaffeepulver wird dabei direkt mit Wasser in einem kleinen Kännchen aufgekocht. Der Kaffee wird ohne Filter serviert, wodurch sich ein intensives, vollmundiges Aroma und der typische Kaffeesatz am Tassenboden ergeben.

Die gut erhaltene Mokkatasse der Porzellanmanufaktur Eichwald beeindruckt durch ihr reiches Dekor: auf der Außen- und Innenseite der Tasse finden sich goldene, florale Verzierungen auf blauem und rotem Grund. Der Henkel ist ebenfalls vergoldet. Im Boden der Tasse befindet sich in einem goldenen Medaillon eine figürliche Szene im Stil der Antike: drei Personen in römisch-griechischer Gewandung sind um eine Harfe versammelt.

Unter der Tasse ist die Marke der Manufaktur zu finden: eine blaue Krone über dem Buchstaben E.

Da die Ursprünge der Manufaktur Eichwald auf die 1870er Jahre zurückgehen, dürfte das Dekor der Tasse dem Historismus zuzuordnen sein – jener Kunstrichtung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die frühere Stilepochen aufgriff und neu interpretierte. Somit lässt sich die Entstehung der Mokkatasse auf den Zeitraum zwischen 1870 und dem Beginn des 20. Jahrhunderts datieren.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfreute sich der Mokka tatsächlich großer Beliebtheit – er galt als besonders aromatischer und stilvoller Kaffee. Ein Mokkaservice wie das von Eichwald, kunstvoll gestaltet und dem Geschmack der Zeit entsprechend, machte die Kaffeetafel zu einem doppelten Vergnügen: einem für den Gaumen – und einem für das Auge.

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