Gebäude
Das Anwesen, auch bekannt als das Haus von Omar Sharif, ist in eine Felsformation aus Lavatuff eingepaßt.
Es entstand aus der Zusammenarbeit zwischen César Manrique und seiner rechten Hand Jesús Soto und gehörte dem Schauspieler nur einen Tag lang, dann verlor er es im Spiel gegen einen massiv unterschätzten Gegner.
Das Haus oberhalb von Nazaret trägt die Handschrift des Mannes, der viel zu früh bei einem Verkehrsunfall den Tod fand: César Manrique, Maler, Bildhauer, Architekt, Gärtner, Fotograf – und leidenschaftlicher Kämpfer für den Erhalt der einzigartigen Landschaft, aus der er sein Leben lang Inspiration schöpfte.
Die einzelnen Zimmer sind in verschiedenen Höhen halb in die Felsen eingelassen und durch schmale und steile Treppen, teils im Inneren und teils frei, miteinander verbunden. Die Holzbalken stammen aus den Überresten von Schiffswracks, die an die Küste von Lanzarote gespült wurden. Es gibt eine Küche, ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und ein Badezimmer, dazu allerlei Balkone und Nischen, und in der Mitte des Gartens an zentraler Stelle einen von Palmen umstandenen Swimmingpool.
Geschichte des Hauses
Als der Schauspieler Omar Sharif 1973 während der Dreharbeiten zum Film „Herrscher einer versunkenen Welt” das Haus besuchte, war er von dessen Schönheit so überwältigt, dass er beschloss, es zu kaufen.
Ohne die leiseste Ahnung zu haben, dass sein Gegenspieler europäischer Meister war, setzte der passionierte Bridgespieler sodann sein neu erstandenes Haus aufs Spiel, im Vertrauen, dass er als Gewinner hervorgehen würde. Er verlor jedoch. Untröstlich verließ er, der sein Anwesen nur einen Tag lang besessen hatte, den Ort und kehrte nie mehr zurück.
Nach dem berühmten Spiel diente das nunmehr als „Casa Omar Sharif” bekannte Haus dem Immobilienmakler Sam Benady als Referenz für die zukünftigen Käufer seiner Villen in Nazaret. Der deutsche Architekt Dominik von Boettinger und seine Frau Beatriz van Hoff erwarben es schließlich im Jahr 1989 und machten es, gefesselt von der Einzigartigkeit dieses Ortes, der Öffentlichkeit zugänglich. Ihre Vision war, einen Raum für Kunstausstellungen, Gastronomie, Konzerte und die Natur zu schaffen, der organische Architektur im Einklang mit der Natur zeigt, alle Sinne erfreut und auch örtliche Künstler anregt: eine Schatztruhe von einem Museum, das nach wie vor alle, die es betreten, in eine Welt der Torheit und Fantasie entführt.
Hinweis: die Texttafeln im LagOmar sind (bis auf wenige Ausnahmen) dreisprachig spanisch, englisch und deutsch.
Der Verfasser hat das LagOmar am 13.6.2022 besucht.
Museum, Tahíche
Haus, in welchem der Künstler César Manrique von 1968 bis 1988 lebte. Einzigartiger Wohnraum in fünf natürlichen Vulkanblasen, verbunden durch in die Lava gehauene Tunnel.
Bot. Garten, Guatiza
Vom lanzarotenischen Künstler und Naturschützer César Manrique gegründeter Kakteengarten in einem alten Steinbruch. Rund 5.000 Kakteen, Agaven, Euphorbien und andere Sukkulenten aus allen Teilen der Welt. Eine der letzten Gofio-Mühlen der Insel.
Museum, Arrecife
Historisches Museum in der Festung Castillo de San Gabriel. Geologie und der Natur Lanzarotes, Geschichte von Arrecife, Wirtschaftsfaktoren wie Cochenille, Orchilla und Barrilla. Töpferei, Mumie.
Gebäude, Haría
Wohnhaus und Werkstatt des Künstlers César Manrique, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1992 lebte.
Museum, Caleta del Sebo
Geschichte des „Archipiélago chinijo”. Besiedelung, Schutzgebiet und Lebensräume, Gewinnung von Purpur aus der Orchillaflechte, Salzproduktion.
Bis 22.2.2026, Bern
Das Zentrum Paul Klee zeigt die erste Einzelausstellung der Künstlerin in der Schweiz, darin Arbeiten aus allen Schaffensperioden mit besonderem Augenmerk auf die architektonischen Interventionen.
Bis 23.8.2026, Vaduz