Museum

Museo Sergio Maina

Caslano: Sein Leben, das er im wohlgefälligen Individualismus gelebt hat, hat ihn dazu geführt, sich nicht von seinen Werken zu trennen. Um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, restaurierte er Freskomalereien in den Kirchen und machte Musik.

Sergio Mainas (1913-2009) Landschaften sind zuerst sehr scharf in ihren Konturen, während die Farben klar und deutlich sind, um schließlich nach und nach zu verschwimmen und sanft schattiert ihre Neigung zur kaum verborgenen schwermütigen Sehnsucht preiszugeben, die selbst im Laufe der Zeit den fruchtbaren Garten seiner Erinnerungen nicht zu verdorren droht. Bemerkenswert sind vor allem seine menschlichen Figuren, streng und nachdenklich, deren Portraits sich durch eine aussergewöhnliche Expressivität auszeichnen. Mit der Zeit entflammen sich seine Wege, Häuser und Bäume durch kühne Pinselstriche, manchmal rot und hell lodernd, dort wo der bebende Geist des Künstlers noch die Seele seiner ewigen Jugend zum Vorschein bringt.

Sein Leben, das er im wohlgefälligen Individualismus gelebt hat, hat ihn dazu geführt, sich nicht von seinen Werken zu trennen. Um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, restaurierte er Freskomalereien in den Kirchen und machte Musik. Seine Bescheidenheit und seine Scheu vor der Mondänität haben ihn des verdienten Lobes und des gebührenden Beifalls beraubt. Ein talentierter und vollkommener Künstler für Landschaften, Portraits, Akt, Stillleben, Kompositionen, Plakatmalerei, Dekor, Restauration alter Kunstwerke, Ausführung verschiedener Techniken, Bleistift, Zeichenkohle, Pastellfarben, Wachs, Kreide, Tinte, Tempera, Öl, Acquarell, Freskomalerei und Mosaik.

Er hatte eine große Leidenschaft für die Musik und spielte Klarinette, Okarina, Mandoline, Gitarre und Klavier; ausserdem war er Trompeter bei der Militärmusik. Sein langes und produktives Leben beschoss er im Einklang mit seiner philisophischen Deutung des Lebens.

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Paul Klee

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