Museum
Das Museum für Naturkunde ist eines der fünf größten Naturkundemuseen weltweit. Die im Juli 2007 eröffneten neuen Ausstellungen unter dem Motto „Evolution in Aktion” werden von jährlich ca. 500 000 Gästen besucht.
Aber auch die „alten” Teile der Ausstellung haben viel Attraktives zu bieten. Das reicht von denkmalgeschützten Großdioramen bis zu den über 1000 Objekten der Mineraliensammlung. Dem Wiederaufbau des im II. Weltkrieg zerstören Ostflügels zum Dank sehen die Besucher in einem der modernsten Sammlungsgebäude eine aktuelle Forschungssammlung: die wissenschaftliche Nass-Sammlung.
Saurierwelt
Im zentralen Lichthof zeigt das Museum für Naturkunde Fossilien von Tieren und Pflanzen aus der späten Jurazeit. Eine Vielzahl der ausgestellten Objekte stammt aus einer der bedeutendsten paläontologischen Expeditionen am Tendaguru-Hügel, im heutigen Tansania: zwischen 1909 und 1913 fanden Wissenschaftler des Museums unter Leitung des Paläontologen Werner E. M. Janensch (1878-1969) rund 230 Tonnen Knochen. Es ist die erfolgreichste ▸Dinosaurier-Grabung aller Zeiten.
Besonders „augenfällig” ist das vom Guinessbuch der Rekorde anerkannte weltgrößte Dinosaurierskelett, ein 13,27 m hoher Brachiosaurus brancai. Spektakulär ist auch das Original des Urvogels Archaeopteryx lithographica – das wohl berühmteste Fossil der Welt. Sogenannte „Juraskope” zeigen, wie sich die originalen Skelette der Ausstellung schrittweise in lebendige Tiere verwandeln.
System Erde
Die Erde ist ein dynamischer Planet. Seit ihrer Entstehung verändert sie sich ständig. Durch gigantische Wärmewalzen in Erdinneren bewegen sich die Kontinente, es entstehen Erdbeben, Vulkane und Gebirge. Dabei können sich ursprünglich getrennte Landteile verbinden oder Kontinentalmassen in verschiedene Inseln zerfallen. Lebewesen an Land, im Wasser und in der Luft müssen sich an diese Veränderungen anpassen. Es können aber auch kilometergroße Meteorite einschlagen, die eine Gefahr für das Leben auf der Erde darstellen. Ein drei Meter hoher Globus veranschaulicht diese Vorgänge.
Die Evolution der Pferde ist eng mit der Entwicklung der Vegetation und des Klimas der letzten 50 Millionen Jahre verknüpft. Die Vorfahren der heutigen Pferde waren kaum so groß wie ein Dackel.
Biodiversität
Es existieren schätzungsweise 4 bis 40 Millionen Tier- und Pflanzenarten auf der Erde. Viele Organismen verschwanden im Laufe der Zeit und hinterließen nur fossile Spuren. Laufend sind neue dazugekommen, viele Arten sind jedoch noch gar nicht entdeckt, andere vom Aussterben bedroht.
Bei der Bänderschnecke der Gattung Cepaea spielt vermutlich das auffällige Muster bei der Tarnung vor Räubern eine Rolle. Die individuell unterschiedlichen Streifenmuster im Fell des Steppenzebras stellen in einer Herde eine hervorragende Tarnung dar, da sich die sichtbaren Umrisse der einzelnen Tiere weitgehend auflösen.
Halbschalenmodelle von Seehund, Meeresschildkröte und Pinguin lassen den unterschiedlichen Aufbau der Knochen erkennen: Reptilienbein, Säugerlaufbein und Vogelflügel.
Die Biodiversitätswand zählt dank ihrer Vielfalt an Farben und Formen der Arten zu den Highlights des Museums. Gezeigt werden rund 3.000 präparierte Tierarten.
Das Quagga (Equus quagga quagga) ist eine ausgestorbene Form des Steppenzebras. Vom Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) existieren nur noch Beschreibungen, alte Fotografien und Filmaufnahmen und einige wenige Präparate in naturkundlichen Sammlungen.
Sonnensystem
Auf einem fahrbaren Projektionshimmel, der im 12m hohen Treppenhaus des Museums schwebt, wird die Geschichte des Universums erzählt.
Vögel und einheimische Tiere
Die über 300 gezeigten Vogelpräparate repräsentieren nahezu alle mitteleuropäischen Vogelarten und ihre Lebensräume. Schwerpunkte sind die Themen wie der Vogelzug und die verschiedenen Lebensräume der Vögel.
Die Vogelsammlung des Berliner Museums für Naturkunde muss wegen Sanierung teilweise umziehen.
Bis 13.9.2026, Berlin
Andreanis künstlerische Praxis des „Malens mit Fotografien” lebt vom Spannungsfeld zwischen autoritären Figuren und vergessenen Gestalten der Vergangenheit.
Bis 5.7.2026, Berlin
Mehr als 60 Filme hat der Fotograf, Dokumentarfilmer und Bauhaus-Schüler realisiert.
Bis 31.10.2026, Berlin
Geschichte ist an Zeit und lineare Abfolge gebunden, aber ebenso an Orte, Räume und Schauplätze.
Ab 22.5.2026, Berlin
Die Alte Nationalgalerie würdigt im Jahr 2026 mit Paul Cassirer einen der wichtigsten Kunsthändler seiner Zeit.
Bis 15.11.2026, Berlin
Die Zurückweisung ihres Gemäldes „Mors Imperator” durch die Berliner Akademie der Künste machte Hermione von Preuschen schlagartig bekannt.
Bis 23.8.2026, Berlin
Die Ausstellung verwebt filmische und skulpturale Installationen mit Live-Performances.
Museum, Berlin
Leben und Werk des japanischen Arztes, Schriftstellers, Übersetzers und Kritikers Mori Rintarô (Ôgai). Kalligraphie- und Fotoausstellungen.