Version
19.3.2024
(modifiziert)
Spitzweg, Der Kaktusfreund zu „Museum Georg Schäfer (Museum)”, DE-97421 Schweinfurt
Carl Spitzweg, Der Kaktusfreund, vor 1858, Öl auf Leinwand
Koch, Diana und Aktäon zu „Museum Georg Schäfer (Museum)”, DE-97421 Schweinfurt
Joseph Anton Koch, Landschaft mit Diana und Aktäon (Ausschnitt), 1832, Öl auf Leinwand
Julius Hübner, Emma zu „Museum Georg Schäfer (Museum)”, DE-97421 Schweinfurt
Julius Hübner, Emma (Ausschnitt), 1834
Slevogt, Selbstbildnis als Jäger zu „Museum Georg Schäfer (Museum)”, DE-97421 Schweinfurt
Max Slevogt, Selbstbildnis als Jäger (Ausschnitt), 1907, Öl auf Leinwand
Thoma, Hühnerfütterung zu „Museum Georg Schäfer (Museum)”, DE-97421 Schweinfurt
Hans Thoma, Hühnerfütterung (Ausschnitt), 1862
Corinth, Bacchantenpaar zu „Museum Georg Schäfer (Museum)”, DE-97421 Schweinfurt
Lovis Corinth, Bacchantenpaar, 1908, Öl auf Leinwand
Feuerbach, von Hofmann, Hodler zu „Museum Georg Schäfer (Museum)”, DE-97421 Schweinfurt
Anselm Feuerbach, Ludwig von Hofmann, Ferdinand Hodler
 zu „Museum Georg Schäfer (Museum)”, DE-97421 Schweinfurt
Museum Georg Schäfer, Schweinfurt
Foto: Stadt Schweinfurt

Museum

Museum Georg Schäfer

Brückenstraße 20
DE-97421 Schweinfurt
09721-51-4820
mgs@schweinfurt.de
Ganzjährig:
Mi-So+Ft 10-17 Uhr
Di 10-20 Uhr

Das Museum, ein architektonisches Meisterwerk von Volker Staab, beherbergt eine einzigartige Sammlung deutscher Malerei und Zeichenkunst von 1760 bis 1930, vom späten Rokoko über die Klassizisten und Romantiker bis hin zu den Impressionisten und Sezessionisten.

Dazu zählen bedeutende Werkgruppen einzelner Maler wie z.B. Caspar David Friedrich, Carl Spitzweg, Ferdinand Waldmüller, Adolph von Menzel bis zu den Impressionisten Max Slevogt, Lovis Corinth und Max Liebermann. In Qualität und Umfang steht die Sammlung Georg Schäfer in einer Reihe mit den Kollektionen deutscher Kunst in der Alten Nationalgalerie Berlin und der Neuen Pinakothek in München.

Mit der weltweit größten Sammlung seiner Werke ist Carl Spitzweg im Museum vertreten: 160 Gemälde und 120 Zeichnungen, darunter die Publikumslieblinge „Der Bücherwurm” und „Der abgefangene Liebesbrief”. Carl Spitzweg nutzte oft auch das Holz von Zigarrenkisten als Malgrund für seine Gemälde, wovon eine kleine Auswahl in einer Vitrine zeugt.

Stilgeschichte

Das Museum Georg Schäfer bildet die Bühne für den Auftritt einer das gesamte deutsche Kunstgeschehen im 19. Jahrhundert umfassenden Kollektion des Sammlers Georg Schäfer. Die einzigartige Qualität und Breite dieser Sammlung ermöglicht einen stilgeschichtlichen Rundgang von 1760 bis 1930.

Die Stilgeschichte stieß in jener Zeit, in dem sie als Ordungssystem von Wissenschaftlern entwickelt wurde, bereits an die Grenzen ihrer Kriterien: orientierten sich etwa die Klassizisten lange an der idealen Welt der Antike, fand nur wenig später die Kunst der Nazarener im Sinne der Mittelalterromantik Anhänger bis um 1900. Zwischen beiden Richtungen und dem aufkommenden Realismus gab es zudem fließende Übergänge. Dazu treten die persönlichen Entwicklungsphasen.

Es ist die höchste Aufgabe eines Kunstmuseums, nicht Schemata zu folgen, sondern dem jeweiligen Künstler und seiner Arbeit gerecht zu werden und Einzelgänger wie auch Werke, die thematisch oder formal Ausnahmen darstellen, gesondert zu präsentieren.

Mit der Künstlergruppe der Nazarener, hervorgegangen aus dem Wiener Lukasbund um Friedrich Overbeck und Franz Pforr, scheint aus heutiger Perspektive der erste, vom Ausland unabhängige, deutsche Kunststil geboren zu sein. Die Gruppe arbeitete ab 1810 in Rom und folgte einer von Friedrich Rückert beeinflussten romantischen Vorstellung, dass nicht in der Antike, sondern im christlichen Mittelalter, in der Union von Kaiserreich und Kirche, die Basis für die Zukunft auch der Kunst gelegt worden sei. Italien blieb dabei die Kunstheimat der Deutschen.

Einige Künstler des 19. Jahrhunderts akzeptierten keinen Stil mehr als Leitbild. Weite Kreise rebellierten ferner gegen die Vorstellung, Kunst stehe noch immer im Dienst von Staat und Kirche, von Tugend und Moral und müsse zudem schön und idealisierend sein. Es kam zu Sezessionen, zu Umbrüchen, Feinverästelungen, Unterströmungen und Neubewertungen, begleitet von mehrtachem Stilwandel.

Die Graphische Sammlung

Der Großteil der Sammlung sind Bleistiftzeichnungen, Kohlezeichnungen, Aquarelle, Gouachen und Pastelle, einen deutlich kleineren Teil machen Druckgraphiken aus. Hinzu kommen 185 Skizzenbücher. Ebenso wie bei den Gemälden reicht das Spektrum vom späten 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert, vom Porträt, über die Historiendarstellung, Szenen aus der Bibel und der Mythologie, Genrebilder, Karikaturen bis zu Landschaft und Tierbild, wobei auf letzteren beiden ein Schwerpunkt der Sammlung liegt. Die lichtempfindlichen Werke können aus konservatorischen Gründen leider nicht dauerhaft präsentiert werden.

Der Verfasser hat das Museum am 8.3.2021 und am 20.3.2024 besucht.

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