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7.10.2025
Herd im Heimathaus Herbern zu „Museum Heimathaus Herbern (Museum)”, DE-59387 Ascheberg

Museum

Museum Heimathaus Herbern

Altenhammstraße 20
DE-59387 Ascheberg
Anfang April bis Ende Okt:
Sa-So 15-17 Uhr

Das kleine Wohn- und Wirtschaftsgebäude wurde 1796 vom Schuster Theodor Heinrich Weingärtner am damaligen Dorfrand von Herbern errichtet. In späteren Jahren immer wieder den sich ändernden Bedürfnissen angepasst, wurde das abbruchreif gewordene Gebäude schließlich 1987 von der Gemeinde Ascheberg angekauft, unter Denkmalschutz gestellt und dem Heimatverein Herbern überlassen, dessen Mitglieder es restaurierten und als Handwerkerhaus der Zeit um 1900 einrichteten.

Seine Dauerausstellung vermittelt seitdem einen authentischen Eindruck des Lebens in einem kleinen Fachwerkhaus und zeigt, wie die Menschen in einem typischen Münsterländer Dorf vor und während des Ersten Weltkrieges gewohnt und gearbeitet haben.

Um 1910 gab es in Herbern weder eine Gasleitung noch Strom oder fließend Wasser. Letzteres wurde von der neben dem Haus stehenden Pumpe geholt.

Den Mittelpunkt des häuslichen Lebens bildete die Küche. Hier brannte immer ein Feuer im Küchenherd. Auf dem Herd stand die Emaillekanne mit Kornkaffee. Der Ofen in der „Guten Stube” wurde nur an Sonntagen – häufig sogar nur an hohen Feiertagen – geheizt. Das warme Plätzchen neben dem Ofen gebührte dann natürlich der noch mit im Haus lebenden Großmutter. An der Wand hingen der kleine Hausaltar sowie allerlei Heiligendarstellungen.

Über eine ausgetretene Stiege gelangte man zu den im ersten Stock gelegenen Schlafräumen. Die Wäsche wurde in der Truhe untergebracht, die Kleider hingen im Mantelstock. Geschlafen wurde im sog. Anderhalbschläfer, das ist ein etwa 90 cm breites Bett, in dem durchaus zwei Erwachsene oder sogar vier Kinder (zwei mit dem Kopf nach oben, zwei mit dem Kopf nach unten) unterkommen konnten. Durch die Dielenritze drangen Geräusche und Gerüche aus dem darunter liegenden Stall.

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