Schloss
Das Schloss Wilhelmsburg ist eine Perle unter den Renaissance-Schlössern.
Beim Rundgang durch die im Original erhaltenen Schlossräume können Besucher die ehemaligen Wohnräume, die Schlosskirche, den Weißen Saal, die Räume der Kleinen Galerie, den großen Festsaal, das Tafelgemach sowie die Schlossküche und das Gemach des Bauherrn besichtigen.
Die museale Ausstattung erlaubt, garniert von Profanmalerei des 13. Jahrhunderts und zeitgenössischer Kunst, Einblicke in die höfische Kultur und Gesellschaft der Renaissance am Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Betrachtet werden die Regenten des Hauses Hessen-Kassel, die Zeit des Dreißigjährigen Krieges sowie die Napoleonische Zeit in Schmalkalden.
Die Vorstellung des Vereins für Hennebergische Geschichte und Landeskunde in Schmalkalden, dessen Sammlungen 1877 in das Schloss überführt wurden, beendet den Bogen durch die Bau- und Nutzungsgeschichte.
Die Gründung des Schmalkaldischen Bundes 1530/31 war nicht nur eine erstmalige konfessionelle Blockbildung,
sondern der Beginn der Kirchenspaltung in Europa. Nur im Schutz dieses Bundes konnte sich die Reformation entwickeln und festigen, ohne ihn wäre Martin Luther wohl nur eine Fußnote in der Geschichte geblieben.
Die lichtdurchflutete Schlosskirche aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert gehört zu den beeindruckendsten evangelischen Kirchenbauten dieser Zeit und entspricht in hervorragender Weise den Ansprüchen an einen evangelischen Kirchenbau, und ihre Renaissance-Orgel zählt heute zu den bedeutendsten noch spielbaren Orgeln Europas.
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