Version
8.5.2023
Natascha Sadr Haghighian zu „Natascha Sadr Haghighian”, DE-80333 München

Ausstellung 23.05. bis 08.10.23

Natascha Sadr Haghighian

Jetzt wo ich dich hören kann tun meine Augen weh (Tumult)

Städtische Galerie im Lenbachhaus

Luisenstraße 33
DE-80333 München
Ganzjährig:
Di-Mi, Sa-So+Ft 10-18 Uhr
Do-Fr 10-20 Uhr

Die Frage nach Kollektivität zieht sich durch Natascha Sadr Haghighians Werk. Ihre meist installativen Arbeiten versteht sie als Räume einer sinnlichen Neuverhandlung von Gemeinschaft, die auffordern, Migration als Teil des Daseins zu begreifen. Kollaborative Arbeitsweisen und humorvolles Unterwandern repräsentativer Rollen sind charakteristisch für ihr Vorgehen. Im Rahmen ihrer Arbeit für den deutschen Pavillon in Venedig 2019 trug sie außer dem Pseudonym Natascha Süder Happelmann – ein Kondensat der Fehlschreibungen und Autokorrekturen ihres iranischen Namens – einen Stein aus Pappmaché auf dem Kopf. Ein Stein, der die nationale Repräsentation konsequent und komisch ad absurdum führte.

Die Trillerpfeife steht im Zentrum der Arbeiten, die Natascha Sadr Haghighian im Lenbachhaus zeigt. Das simple Signalinstrument findet sowohl bei Autoritäten als auch im Protest gegen diese Verwendung. Die Trillerpfeife fordert Aufmerksamkeit und verkörpert Dringlichkeit, ohne dabei eindeutig für oder gegen die bestehende Ordnung zu stehen. Dadurch macht sie Ordnung neu verhandelbar und wird poetisches Werkzeug. Das großformatige Banner "Jetzt wo ich Dich hören kann tun meine Augen weh (Tumult)", das der Ausstellung ihren Titel leiht, ist dem im letzten Jahr verstorbenen Aktivisten Hassan Numan gewidmet. Zusammen mit anderen hatte er im Kampf gegen Abschiebung Trillerpfeifen als Instrumente der Solidarität eingesetzt. Ein tumulthafter Akt des gemeinsamen Handelns.

POI

Ausstellungsort

Städtische Galerie im Lenbach­haus

Samm­lung von Werken des "Blauen Reiters", Gegen­wart, Gra­phi­sche Samm­lung, Kubin-Archiv, Münch­ner Malerei des 15. bis 19. Jahr­hun­derts, Len­bach, Jugend­stil, Neue Sach­lich­keit.

Bis 13.10.2024, im Haus

Orhan Pamuk. Der Trost der Dinge

Eine Auswahl seiner Gemälde, Zeichnungen, Skizzen­bücher und Notiz­bücher sowie Foto­grafien gewährt einen sehr persön­lichen Einblick in sein viel­schichtiges Œuvre.

Dependance, München

Kunst­bau

Stichwort

Carl Spitzweg

Museum, München

Glypto­thek

Grie­chi­sche und römi­sche Skulp­turen vom 6. Jh.v.Chr. bis zum 4. Jh.n.Chr.

Bis 4.8.2024, München

Operation Finale

Nach dem Krieg gelang dem Nazi­verbrecher Adolf Eich­mann die Flucht nach Argen­tinien, wo er fünfzehn Jahre unter­tauchen konnte. Am 11. Mai 1960 ergriffen ihn Agenten des Mossad in einem Vorort von Buenos Aires.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
Pressemitteilungen willkommen
#3101412 © Webmuseen Verlag