Museum

Naturkundemuseum Ostbayern

Regensburg: Landschaften und Mineralien der Region, fossile Zeugen der Erdgeschichte, Anfänge des Menschen, heutige Lebensräume in Ostbayern: Wald, Fels, Feuchtgebiete, Wasser, Trockenrasen. Insekten, lebendes Bienen-Beobachtungsvolk, Imkerei.

Das Herzogspalais wurde 1804-06 als Villa am damaligen Stadtrand von dem wohlhabenden Georg Friedrich Ritter von Müller (1760-1843) errichtet, einem Finanzdirektor und Manager im Dienste des Fürsten Thurn und Taxis.

Naturraum Ostbayern

Vom ältesten Bayerwald über den Frankenjura, das Bruchschollenland und alte Vulkane der Oberpfalz bis zum tertiären Hügelland und Gäuboden: die Ausstellung veranschaulicht die Landschaftsformung durch Wasser und Wind und befaßt sich mit dem Mikro-Lebensraum Boden. Thematisiert werden auch die Mineralien aus historischem Bergbau Ostbayerns und der Braunkohleabbau in der Oberpfalz.

Vergangene Lebensräume

Kennzeichnend für das Erdaltertum sind das Leben im Jura- und Kreidemeer und die Eroberung des Luftraums. Im Tertiär spielt sich das Leben im Brack- und Süßwasser ab, Ur-Elefanten durchstreifen Laubwälder, und es bildet sich Bernstein, ein fossiles Harz mit perfekter Mikrofauna. Das Eiszeitalter sieht einen vergletscherten Bayerwald mit Großtieren der Kältesteppe, bis schließlich der Mensch mit seiner Werkzeugkultur die Bühne betritt, auch in Ostbayern.

Lebensräume heute

In diesem Ausstellungsteil geht es um markante Lebensräume in Ostbayern: Waldformen und Fels als vernetzte Biotope, Funktionen des Waldes, Totholz, Tages- und Jahreszeiten, der Lebensraum Wasser mit Feuchtwiesen und Auwald, der Regen von der Quelle bis zur Mündung, der Lebensraum Trockenrasen im Jura, die Vielfalt und das Leben der Insekten sowie um Bienen und Imkerei. Naturnahe Dioramen, Tierstimmen, Lernspielgeräte, Kinderbücher, ein Mikroskopiertisch und ausgewählte Lebendtiere vermitteln einen kurzweiligen Rundgang.

Naturalienkabinett

Das Kabinett des evangelischen Superintendenten Jacob Christian Schäffer war weithin berühmt, es wurde auch von Goethe bei seiner Italienreise 1786 besucht. Exponate illustrieren Schäffers umfangreiches naturwissenschaftliches Werk und seine zahlreichen Erfindungen. Der original-historische Ausstellungsraum erinnert mit Mobiliar und wissenschaftlichen Geräten aus dem 18. und 19. Jahrhundert an frühere Naturalienkabinette, die Vorläufer der Naturkundemuseen.

Xylothek

Ein besonderes Kleinod stellt die „Holzbibliothek” von 1795 des Ebersberger Benediktinerpaters Candidus Huber dar, der sich damit um die Anfänge der Forstbotanik verdient machte. Seine „Xylothek” mit 115 Bänden war speziell auf die Regensburger Flora ausgerichtet und gelangte über die 1790 gegründete „Regensburgische Botanische Gesellschaft”, deren Mitglied Huber war, nach Regensburg.

Ein Medienraum für Gruppen, ein kleiner Teich beim Museum und der Geo-Lehrpfad im angrenzenden Herzogpark runden den Museumsbesuch ab. Auch finden im historischen Museumssaal des klassizistischen Herzogspalais gelegentlich Konzerte statt.

Naturkundemuseum Ostbayern ist bei:

Naturkundemuseen

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