Ausstellung 08.05. bis 31.10.26
Wir sind gewohnt, Geschichte als Wahrnehmung in der Zeit und lineare Abfolge zu denken. Sie ist aber ebenso an Orte, Räume und Schauplätze gebunden: Geschichte erzählt nicht nur vom Wandel der Zeiten, sondern auch vom Wandel in Räumen. Die Ausstellung nimmt diese Idee zum Ausgangspunkt. Dazu befragt sie ausgewählte Objekte/Konvolute nach ihrer Herkunft und ihren Wanderungen. Geschichte und Wandel politscher, sozialer sowie kultureller Räume wird auf diese Weise erschlossen und anschaulich erzählet.
Im Zentrum der Ausstellung steht die historisch gewachsene Sammlung des Museums, das als ein ebenfalls konstantem Wandel unterliegender historischer Erinnerungsort zugleich die jeweils spezifische Sammelpraxis der Vorgängerinstitutionen des DHM spiegelt: die Ruhmeshalle der preußisch-brandenburgischen Armee (ab 1883), das Heeresmuseum des NS-Regimes (ab 1933), das Museum für deutsche Geschichte der DDR (ab 1952) und die Zusammenführung mit dem 1987 in West-Berlin gegründeten DHM (ab 1990).
Im zweiten Teil der Ausstellung wird an ausgewählten Objekten unterschiedlichster Epochen das Thema der Verortung im historischen Raum erfahrbar gemacht. Orte des Sammelns und des Diskurses, wie etwa die frühneuzeitlichen Kunst- und Naturalienkabinette, territorial oder konfessionell definierte Herrschaftsräume, Wirtschaftsräume, die für Handel und Ressourcenerschließung stehen, verschwundene Orte sowie Orte der Zugehörigkeit und der (regionalen oder nationalen) Identität.
In Form von „Fallstudien“ werden signifikante, bewusst zueinander in Spannung gesetzte Stücke der DHM-Sammlung, darunter viel Unbekanntes und noch nie in einer Wechselausstellung Gezeigtes, aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Zeitzeug*innen-Interviews, eine mediale Aufbereitung der Narrative sowie inklusive Stationen ergänzen die Ausstellung.
Ausstellungsort
Museum für deutsche Geschichte. 2.000 Jahre deutsche Vergangenheit, vom letzten Jahrhundert vor Christus bis in die Gegenwart.
Ab 22.5.2026, Berlin
Die Alte Nationalgalerie würdigt im Jahr 2026 mit Paul Cassirer einen der wichtigsten Kunsthändler seiner Zeit.
Bis 15.11.2026, Berlin
Die Zurückweisung ihres Gemäldes „Mors Imperator” durch die Berliner Akademie der Künste machte Hermione von Preuschen schlagartig bekannt.
Verbund, Berlin
Ein Ort für die Kunst und die Kulturen der Welt, für die Wissenschaft und den Austausch.
Museum, Berlin
Zeichnungen, Entwürfe und Modelle aus der Planungs- und Entstehungsgeschichte des Berliner Doms. Dekorelemente, Bauplastiken, Innenraummodelle.
Museum, Berlin
Einer der bedeutendsten Museumsbauten des 19. Jahrhunderts, Hauptwerk des Architekten Friedrich August Stüler, errichtet zwischen 1843 und 1855 und nach Kriegszerstörung 70 Jahre lang geschlossen. Räumlich und inhaltlich aufeinander bezogene Exponate aus drei Sammlungen.