Schloss
Der Park von Schloss Nymphenburg beherbergt ein einmaliges Kleinod: die „Amalienburg“, ein nach Entwürfen von François Cuvilliés d.Ä. 1731 bis 1739 erbautes Schlösschen, das als eine der kostbarsten Schöpfungen des europäischen Rokoko gilt.
Architektonische Akzente setzen auch drei weitere Bauwerke: Joseph Effner entwarf das chinesisch ausgestattete Teehaus „Pagodenburg“ (1716-1719), das Badeschlösschen „Badenburg“ (1718-1721) und die „Magdalenenklause“, eine künstliche Ruine (ab 1725).
Die Magdalenenklause gehört mit ihrem bewusst ruinös gestalteten Äußeren zu den frühesten Ruinenarchitekturen Europas. Risse im Mauerwerk, abblätternder Putz und gotisch-romanische Stilzitate sind hier keine Zeichen der Vergänglichkeit, sondern kunstvolle Inszenierung: ein Sinnbild für das Irdische und die spirituelle Einkehr. Stilelemente aus Romanik und Gotik unterstreichen gezielt diesen Eindruck einer vergangenen Zeit. Diese Verbindung des Ruinösen mit dem Historisierenden macht die Magdalenenklause zu einem frühen Ausdruck barocker Vanitas-Symbolik. Im Inneren verzaubert bis heute die Grottenkapelle, geweiht der hl. Maria Magdalena, Schutzpatronin der Augenleidenden und Namensgeberin der Klause. Das Wasser ihres Brunnens galt als heilkräftig.
Die Kapelle ist Teil eines raffinierten Gesamtensembles: sie verbindet sich mit klösterlich schlichten, aber edel ausgestatteten Wohnräumen, ganz in dunklem Eichenholz gehalten. Diese Gestaltung knüpft bewusst an die Tradition von Eremiten-Einsiedeleien an, wie sie in Grotten oder einfachen Hütten lebten: ein Rückzugsort, der Schlichtheit mit künstlerischer Raffinesse verbindet. Vom Elfenbeinkruzifix über Narwalzahn-Leuchter bis zu unzähligen religiösen Grafiken zeigt sich im Inneren eine bis heute vollständig erhaltene Ausstattung.
Haupthaus, München
Schönheitengalerie, Marstallmuseum, Nymphenburger Porzellan-Sammlung Bäuml, Schloßpark mit Amalien-, Baden- und Pagodenburg, Magdalenenklause.
Bis 7.11.2027, München
In einer Tongrube im Allgäu war 2019 eine 11,6 Millionen Jahre alte, bislang unbekannte Menschenaffenart entdeckt worden.
Museum, München
Prunkwagen, -schlitten, -geschirre und Reitzeug der bayerischen Kurfürsten und Könige. Schönheitsgalerie der Pferde Ludwigs II.
Museum, München
Die Geschichte des Planeten Erde, die bunte Welt der Mineralien, die Entstehung des Lebens, die Vielfalt der Organismen sowie den Menschen als Teil und Gestalter der Natur. Gezeigt wird auch der letzte in Bayern geschossene Bär.
Bot. Garten, München
Einer der bedeutendsten Botanischen Gärten der Welt. Rund 14.000 Pflanzenarten werden hier kultiviert. Sammlung, Kultur, Ausstellung und Erforschung von Wild- und Kulturpflanzen.
Museum, München
Museum, München