Ausstellung 21.11.20 bis 14.02.21

Spielzeug Welten Museum Basel

Patriotischer Weihnachtsschmuck

Basel, Spielzeug Welten Museum Basel: Weihnachten zu Kriegszeiten kam eine besondere Bedeutung zu. Während des Ersten Weltkrieges trug der Weihnachtsbaum gläserne U-Boote und Bomben mit aufgemaltem Kaiseradler. Das Dritte Reich wiederum versuchte, die germanischen Wurzeln des Weihnachtsfestes in das Bewusstsein der Deutschen zu rücken. Bis 14.2.21

Die kleine Sonderschau befaßt sich mit dem Christbaumschmuck, der für die Zeit der beiden Weltkriege hergestellt worden ist. Weihnachten zu Kriegszeiten kam eine besondere Bedeutung zu. Die meisten Familienväter und Söhne waren an der Front. So schickte man Christbäume in Streichholzschachteln an die Front, und zu Hause wurde die christliche Friedensbotschaft radikal umgedeutet.

Während des Ersten Weltkrieges trug der Weihnachtsbaum nationale Symbole. Er wurde zu einer nationalen Angelegenheit, der vaterländischen Gefühle beschwören sollte. Abbildungen des Kaisers und eiserne Kreuze aus Dresdner Pappe, gläserne U-Boote, Minen und Bomben mit aufgemaltem Kaiseradler und schwarz-weiss-roten Banderolen waren der neue unchristliche Baumschmuck.

Während des Zweiten Weltkrieges vereinnahmte die nationalsozialistische Führung das Weihnachtsfest für die Kriegspropaganda. Das Dritte Reich versuchte in zahlreichen Veröffentlichungen, die germanischen Wurzeln des Weihnachtsfestes in das Bewusstsein der Deutschen zu rücken und beschwor alte germanische Tugenden zum neuen Inhalt des Festes.

Die neuen Herrscher gaben sich große Mühe, dieses emotional bedeutendste Familienfest des Jahres propagandistisch für sich zu nutzen. Es wurde jede Gelegenheit wahrgenommen, christliche Bräuche und Inhalte in germanischen Ursprung und Inhalt umzudeuten.

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