Ausstellung 15.05. bis 31.07.22

Museum Eckernförde

Nichts versteht sich von selbst

Peter F. Piening - Zeichnungen und Bildobjekte

Eckernförde, Museum Eckernförde: der Künstler schenkt alltäglichen Gegenständen seine Aufmerksamkeit, bleibt immer nah an ihrer oberflächlichen Erscheinungsweise und hinterfragt dabei gleichzeitig ihre Existenz. Bis 31.7.22

Den 80. Geburtstag des Ahrensburger Künstlers Peter F. Piening feiert das Museum mit einer Ausstellung von neuen Arbeiten. In etwa hundert Zeichnungen und Bildobjekten arbeitet Piening sich geradezu enzyklopädisch an seiner Lebenswirklichkeit ab. Ironie und Hintersinn, eine wohl kalkulierte Komik bei zugleich tiefer Ernsthaftigkeit kennzeichnen dabei den fortwährenden Versuch des Künstlers, sich selbst auf die Spur zu kommen.

Peter F. Piening begann in den 1960er Jahren als Zeichner und Maler. Es folgten Jahre, in denen er skulpturale Objekte aus Holz bis hin zu teils begehbaren Großobjekten schuf. Nun kehrt er in Serien aufeinander bezogener Arbeiten zum kleinen Format zurück. In seinem Projekt „ohnehin” stehen sich Bleistiftzeichnungen und Bildobjekte aus hölzernen Materialien gegenüber: der Künstler schenkt alltäglichen Gegenständen – ob Thunfischdose, Suppenkelle, Rasierpinsel oder Werkzeug jeder Art – seine Aufmerksamkeit, bleibt immer nah an ihrer oberflächlichen Erscheinungsweise und hinterfragt dabei gleichzeitig ihre Existenz.

Pienings Serie der „Miniaturen” hingegen entzieht sich einem eindeutigen Bezugsrahmen. Dennoch wecken die kastenförmigen Bildobjekte Assoziationen an Architekturen oder Landschaften, an Figürliches oder Botanisches. Abstraktes gewinnt dinglichen Charakter. Im Faltblatt zur Serie heißt es „In diesen Relief-Farb-Form-Konstellationen scheinen Gegenstandswelten ein Versteck gefunden zu haben.”

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