Ausstellung 23.08. bis 13.11.22

Ostholstein-Museum

Picasso. Keramik

Eutin, Ostholstein-Museum: 1946 wandte sich Picasso erstmals der Keramikgestaltung zu und entdeckte darin ein künstlerisches Arbeitsfeld, das ihn bis zu seinem Tod faszinierte und damit zu einem wichtigen Teil in seinem Gesamtwerk wurde. Bis 13.11.22

Pablo Picasso (1881-1973) galt bereits zu Lebzeiten weltweit als Kunstgenie und gehört noch heute als Maler, Bildhauer und Grafiker zu den bedeutendsten und prägendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Weniger bekannt als seine Malerei ist der Umstand, dass Picasso in den letzten drei Lebensjahrzehnten rund 4.000 Keramiken entwarf, mit denen er das bestehende Kunstsystem herausfordern wollte.

1946 wandte sich Picasso erstmals der Keramikgestaltung zu und entdeckte darin ein künstlerisches Arbeitsfeld, das ihn bis zu seinem Tod faszinierte und damit zu einem wichtigen Teil in seinem Gesamtwerk wurde. Picasso experimentierte in der keramischen Werkstatt von Madoura im französischen Vallauris sowohl mit Form und Material als auch mit den Möglichkeiten des Herstellungsprozesses von Keramik. Neben den Unikaten entstanden dabei auch limitierte Serienauflagen von Figuren, Schalen und Tellern. Für diese lieferte Picasso die Vorlagen, nach denen die Mitarbeiter der Werkstatt von Madoura die Stücke der Editionen bemalten.

Das Ostholstein-Museum zeigt aus einer hochkarätigen Privatsammlung eine repräsentative Auswahl von 65 Exponaten dieser keramischen Objekte.

Sie zeigen in Formgebung und Themenwahl nicht nur charakteristische Bezüge zu Picassos Malerei, sondern auch zu klassischen antiken Mittelmeerkulturen. So finden sich Stiere, Tauben, Fische, schematisierte Gesichter, Männer und Frauen auf den Tellern, Vasen und Objekten, die in ihrer Dreidimensionalität einen besonderen Zauber entfalten und viele seiner Künstlerkollegen wie George Braque, Jean Cocteau und A.R. Penck zu einem eigenen keramischen Werk inspi­rierten.

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