Ausstellung 13.02. bis 10.05.26
Reinhard Heydrich (1904-1942) machte im NS-Staat eine steile Karriere. In wenigen Jahren wurde er unter Heinrich Himmler zum mächtigsten Mann im Überwachungs- und Verfolgungsapparat von SS und Polizei. Während des Zweiten Weltkriegs war er maßgeblicher Organisator des Holocaust. Als „Stellvertretender Reichsprotektor” ging er im deutsch besetzen Teil der Tschechoslowakei rigoros gegen den Widerstand vor.
Von Hermann Göring wurde er mit der „Endlösung der Judenfrage” beauftragt und war bis zu seinem Tod einer der Hauptorganisatoren des Holocausts. In dieser Funktion leitete er am 20. Januar 1942 in Berlin die ▸Wannseekonferenz, auf der die Vernichtung der im deutschen Machtbereich lebenden Juden besprochen und koordiniert wurde.
Im Juni 1942 starb er an den Folgen eines Attentats in Prag. Das NS-Regime feierte ihn fortan als „Märtyrer”.
Die Ausstellung fragt nach Verlauf und Bedingungen des Aufstiegs von Reinhard Heydrich und wirft Schlaglichter auf seine Rolle in zentralen Verbrechenskomplexen des NS-Regimes. Abschließend lenkt sie den Blick auf Bilder und Vorstellungen von seiner Person, die ihren Ursprung in der nationalsozialistischen Propaganda haben, nach 1945 fortgeschrieben oder umgedeutet wurden und teils bis heute wirkmächtig sind.
Hinweis: Personen unter 14 Jahren sollten die Ausstellung nur in Begleitung Erwachsener besuchen.
Ausstellungsort
Leben in der Universitätsstadt Halle im 18. Jahrhundert, Geschichte der halleschen Studentenverbindungen, Leben und Wirken des Philosophen und Mathematikers Professor Christian Wolff.
Bis 31.5.2026, im Haus
Harwardts Stadtlandschaften zeigen Architektur auf besondere Weise: Gebäude werden isoliert, neu zusammengesetzt oder verfremdet.
Dependance, Halle (Saale)
Zur Ruine „verfallenes Schloss” (Eichendorff) auf dem Felsen an der Saale. Umfangreiche Grabungsarbeiten.
Schauplatz, Berlin
Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942, beteiligten Ämter und Personen.
Museum, Halle (Saale)
Musikalischer Werdegang von John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr, beginnend mit den 50ern bis heute.