Ausstellung 11.12.20 bis 20.06.21

Deutsches Historisches Museum

Report from Exile

Fotografien von Fred Stein

Berlin, Deutsches Historisches Museum: Die Ausstellung stellt den deutsch-amerikanischen jüdischen Fotografen Fred Stein (1909-1967) vor, dessen umfangreiches fotografisches Werk untrennbar mit den Themen Emigration und Exil verbunden ist. Bis 20.6.21

Die Ausstellung stellt den deutsch-amerikanischen jüdischen Fotografen Fred Stein (1909-1967) vor, dessen umfangreiches fotografisches Werk untrennbar mit den Themen Emigration und Exil verbunden ist.

Der Dresdener Jude wurde im Juni 1933 aus dem sächsischen Justizdienst entlassen und musste im Herbst 1933 aus Deutschland fliehen. Im Pariser Exil begann er als Porträt- und Pressefotograf zu arbeiten und zählte damit zu den zahlreichen autodidaktischen Fotografinnen und Fotografen jüdischer Herkunft. Nach der erneuten Flucht 1941 nach New York führte Stein die Porträtfotografie mit einem Schwerpunkt auf Schriftstellerporträts fort und trug – wie er selbst es bezeichnet hat – „die größte Sammlung von Fotos solcher Autoren Emigranten, die ein Fotograf je selbst gemacht hat”, zusammen.

Die Ausstellung zeichnet parallel zu diesem historischen Schwerpunkt anhand von zahlreichen Presse- und Straßenfotografien, Publikationen und Dokumenten den beruflichen Weg des Autodidakten nach. Ausgewählte Beispiele belegen, wie Stein, der 1930 in Leipzig ein Studium der Rechtswissenschaften abgeschlossen hatte, um die Durchsetzung seiner Bildrechte kämpfen musste, um den Lebensunterhalt für seine Familie zu verdienen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Steins Pariser Schaffensperiode und der Thematik des Exils. Dokumente und Objekte aus den Sammlungen des Deutschen Historischen Museums und anderen Archiven zur Tätigkeit der deutschsprachigen Emigranten in Paris verdeutlichen den politischen und kulturellen Kontext.

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