Museum

Richard-Wagner-Museum

Luzern: Hier in Tribschen lebte, schrieb und komponierte Richard Wagner. Die „Meistersinger” wurden hier vollendet, „Siegfried” und „Tristan und Isolde” entstanden hier. Zur Geburt des Sohnes Siegfried schrieb er hier das „Siegfried-Idyll”.

Hier lebte, schrieb und komponierte Richard Wagner, hier wurde sein Sohn Siegfried geboren. Das Haus war zu Wagners Zeiten ein beliebter Treffpunkt namhafter Persönlichkeiten: Franz Liszt, Friedrich Nietzsche, Gottfried Semper sowie Bayernkönig Ludwig II.

Fotografien, Gemälde und ein wertvoller Bestand an Partituren und Briefen erzählen vom Leben und Werk des berühmten Komponisten.

Wagners Jahre in Luzern

Im April 1866 bezog Richard Wagner das direkt am Vierwaldstättersee gelegene Tribschener Landhaus und verbrachte hier insgesamt 6 Jahre. Er vollendete hier die „Meistersinger von Nürnberg” und „Siegfried”, setzte die Arbeit an der„Götterdämmerung” fort und komponierte zwischendurch noch den „Huldigungsmarsch” und das „Siegfried-Idyll”, welches zum Geburtstag seiner Frau Cosima 1870 im Treppenhaus der Villa zur Uraufführung kam.

Ehe und Familie

Cosima, die Frau des berühmten Dirigenten Hans von Bülow, kam anfangs nur zu Besuch nach Tribschen, um kurz darauf wieder zu ihren Töchtern und ihrem Ehemann nach München zurückzukehren. Letztendlich entschloß sie sich dann aber, mit ihren Kindern ganz zu ihrem Geliebten zu ziehen.

Im Jahr 1867 erblickte die Tochter Eva das Licht der Welt, und am 6. Juni 1869 wurde Wagners einziger Sohn Siegfried geboren. Kurz darauf willigte Hans von Bülow in die Scheidung von seiner Frau ein, so daß 1870 in der protestantischen Gemeinde der Matthäuskirche schließlich die Trauung von Richard und Cosima Wagner stattfinden konnte.

Sohn Siegfried, von den Eltern über ein Jahr lang geheim gehalten, wurde wenige Tage darauf im ersten Obergeschoss des Landhauses getauft und war damit als Wagner-Nachkomme legitimiert, er sollte später die Aufführungspraxis der Wagner-Opern entscheidend reformieren.

Richard Wagner war ein begeisterter Berggänger und liebte besonders die Luzerner Hausberge Rigi und Pilatus. Während seiner Luzerner Aufenthalte unternahm er zahlreiche Wanderungen in der Umgebung. 1872 verliess Wagner jedoch seine „Tribschener Idylle”, um in Bayreuth seine Pläne eines eigenen Festspielhauses zu verwirklichen.

Richard Wagners Erard-Flügel

Der Erard-Flügel, der Wagner quer durch Europa u.a. nach Venedig, Wien, München und Bayreuth begleitete, steht heute wieder am selben Platz wie zu Zeiten Richard Wagners in Tribschen, er ist das Schaustück des Salons, aus dessen Fenstern der Blick über den kleinen Park und den See bis in die nahen Berge reicht.

Auch der berühmte Komponist und Klaviervirtuose Franz Liszt, Cosimas Vater und somit Wagners Schwiegervater, spielte dereinst diesen Flügel. Und spielbar ist er auch noch heute: zum Abschluß der Führung, die Besucher an vier Sonntagen im Jahr in Welt Richard Wagners einführt, wird er von der Pianistin Tsovinar Suflyan bespielt.

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