Ausstellung 06.05. bis 09.10.22

Bischöfliches Dom- und Diözesan-Museum

Rosen, Tulpen, Nelken ... und der Würzwisch

Mainz, Bischöfliches Dom- und Diözesan-Museum: Wofür steht eine Erdbeere im Mittelalter? Warum finden sich Tulpen und Jasmin in einem barocken Mariengemälde? Und was sind diese „indianischen Nägelein” auf einem Schaugefäß für Reliquien? Bis 9.10.22

Blühende Blumen und grünende Kräuter: man findet sie auf Gemälden und Graphiken, in Folianten und illuminierten Stundenbüchern, auf mit Seide bestickten Messgewändern und gewirkten Wandteppichen, ja selbst in harten Stein gehauen.

Das Dommuseum präsentiert einen ganzen „Garten” der schönsten Pflanzendarstellungen. Zahlreiche Beispiele der unterschiedlichsten Gattungen erklären die verborgene, oft auch widersprüchliche Bedeutung und Symbolik der Pflanzen in der christlichen Bilderwelt. Wofür steht eine Erdbeere im Mittelalter? Warum finden sich Tulpen und Jasmin in einem barocken Mariengemälde? Und was sind diese „indianischen Nägelein” auf einem Schaugefäß für Reliquien?

Zur Klärung solcher Fragen präsentiert die Ausstellung auch die botanische Bestimmung vieler Gewächse und stellt sie in ihren kulturhistorischen Kontext.

Darüber hinaus wird ein im hiesigen Raum gepflegtes Brauchtum vorgestellt: die als Würzwisch bezeichneten Kräutersträuße, die zu Mariä Himmelfahrt nicht nur im Mainzer Dom gesegnet werden. Der bekannte rheinhessische Maler Jean Metten (1884-1971) hat diesem Brauch eine ganze Folge eindrucksvoller Aquarelle gewidmet, die, ergänzt um zwei Madonnenbilder zum Thema, in der Ausstellung zu entdecken sind.

Spiel- und Erfahrungsstationen, spannende Erklärungen ausgewählter Bildthemen in einem eigenen Rundgang für Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren und ein darauf abgestimmtes Begleitheft machen den Besuch auch für die jüngsten Gäste interessant.

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