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2.12.2025
Jongkind, Landschaft mit Mühle und Boot zu „Das alles bin ich!”, DE-10785 Berlin
Johan Barthold Jongkind, Landschaft mit Mühle und Boot, 1845, Aquarell über Vorzeichnung
Foto: Christoph Müller Stiftung / Kilian Beutel

Ausstellung 02.12.25 bis 08.03.26

Das alles bin ich!

Die Schenkung Christoph Müller, Teil III: Vom Reisen und Zuhause sein

Gemäldegalerie

Stauffenbergstraße 40
DE-10785 Berlin
030-266-3668
Ganzjährig:
Di-So 10-18 Uhr

Die Ausstellung präsentiert die großzügige Schenkung von rund 200 Werken des Kunstsammlers Christoph Müller an das Kupferstichkabinett. Die Werke auf Papier – Zeichnungen, Druckgraphiken und Aquarelle – zeigen nicht nur ein breites Panorama an Bildthemen durch fünf Jahrhunderte auf, sondern spiegeln vor allem die persönlichen Interessen und Prägungen des Sammlers wider.

In vier aufeinanderfolgenden Präsentationen wird jeweils eine Facette der Sammlung beleuchtet. Teil III konzentriert sich auf die Themen Reisen und Zuhause sein.

In der Kunst begegnen wir dem Reisen und Zuhause sein in atmosphärischen Landschaften, stimmungsvollen Seestücken und eindrücklichen Stadtansichten. Dieses Kapitel versammelt Werke, die vom Unterwegssein und vom Ankommen erzählen, von der Vertrautheit mit einem Ort und dem Träumen von der Ferne. Sie zeigen Wege und Horizonte, Häfen und Häuser, Küstenlinien und Stadtkulissen – Orte, an denen Menschen leben, innehalten oder weiterziehen. Für Christoph Müller waren Berlin und die Ostsee – besonders Sassnitz auf der Insel Rügen – wichtige Lebensorte, die sich in den Werken seiner Sammlung widerspiegeln.

Christoph Müller (1938-2024), ehemals Verleger in Tübingen, ab 2004 Kunstsammler und Mäzen in Berlin war ein wahrer „Robin Hood der Kunst”. Zahlreiche deutsche Museen bereicherte er durch großzügige Schenkungen und unterstützte gezielte Ankäufe. Überaus aufmerksam verfolgte er das Kulturleben und war einigen Häusern freundschaftlich verbunden. Zum Berliner Kupferstichkabinett pflegte er eine besonders enge Beziehung. Seinen einstigen Direktor Max J. Friedländer (1867-1958) verehrte er für seine Kennerschaft und präzise Sprache und stiftete einen nach ihm benannten Preis. Bereits 2007 schenkte Christoph Müller dem Kupferstichkabinett über 240 Zeichnungen und 130 druckgraphische Werke der niederländischen Kunst. Nun gelangen als großzügige Schenkung der Christoph Müller-Stiftung über 200 qualitätvolle und spannende Werke aller europäischen Schulen vom 16. bis zum 21. Jahrhundert in die Sammlung. Sie spiegeln in ihrer motivischen und stilistischen Vielfalt in besonderer Weise das Wesen Christoph Müllers als begeisterten und begeisterungsfähigen Sammler mit breit gefächerten Interessen wider.

Christoph Müller verstarb 2024 in Berlin im Alter von 86 Jahren. Die Ausstellung versteht sich als eine Würdigung seines kunstfördernden Wirkens, als Zeichen des Dankes.

POI

Ausstellungsort

Gemälde­galerie

Eine der welt­weit be­deu­tend­sten Samm­lun­gen euro­pä­i­scher Malerei vom 13. bis zum 18. Jahr­hun­dert. Meister­werke aus allen kunst­histo­ri­schen Epochen, darunter Gemälde von van Eyck, Bruegel, Dürer, Raffael, Tizian, Cara­vaggio, Remb­randt und Rubens.

Bis 6.4.2026, im Haus

Hommage an Vittore Carpaccio

In den letzten Jahren wurde die „Grab­berei­tung” sorgfältig restau­riert, wodurch die Farben des Gemäldes wieder in ihrer ganzen Pracht er­strahlen.

Stichwort

Rembrandt

Stichwort

Peter Paul Rubens

Museum, Berlin

Kunst­biblio­thek u. Kupfer­stich­kabinett

Größ­te graphi­sche Samm­lung in Deutsch­land und eine der vier bedeu­tend­sten der Welt. Euro­päische und ameri­kanische Zeich­nungen und Druck­grafik vom Mittel­alter bis zur Gegen­wart. Illumi­nierte, d.h. mit Male­reien ge­schmück­te Hand­schriften des Mittel­alters.

Ausstellungshaus, Berlin

Kultur­forum Pots­damer Platz

Gebäude­ensem­ble zwischen dem Verkehrs­knoten­punkt Pots­damer Platz und dem frü­he­ren Lützow­platz mit dem Kunst­gewerbe­museum, der Kunst­biblio­thek, dem Kupfer­stich­kabinett und der Gemälde­galerie.

Ab 20.3.2026, Berlin

Brancusi

Neben Haupt­werken zeigt die Aus­stellung erstmals außer­halb von Paris eine Teil­rekon­struk­tion des berühmten Ateliers von Brancusi.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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