Ausstellung 02.12.25 bis 08.03.26
Die Ausstellung präsentiert die großzügige Schenkung von rund 200 Werken des Kunstsammlers Christoph Müller an das Kupferstichkabinett. Die Werke auf Papier – Zeichnungen, Druckgraphiken und Aquarelle – zeigen nicht nur ein breites Panorama an Bildthemen durch fünf Jahrhunderte auf, sondern spiegeln vor allem die persönlichen Interessen und Prägungen des Sammlers wider.
In vier aufeinanderfolgenden Präsentationen wird jeweils eine Facette der Sammlung beleuchtet. Teil III konzentriert sich auf die Themen Reisen und Zuhause sein.
In der Kunst begegnen wir dem Reisen und Zuhause sein in atmosphärischen Landschaften, stimmungsvollen Seestücken und eindrücklichen Stadtansichten. Dieses Kapitel versammelt Werke, die vom Unterwegssein und vom Ankommen erzählen, von der Vertrautheit mit einem Ort und dem Träumen von der Ferne. Sie zeigen Wege und Horizonte, Häfen und Häuser, Küstenlinien und Stadtkulissen – Orte, an denen Menschen leben, innehalten oder weiterziehen. Für Christoph Müller waren Berlin und die Ostsee – besonders Sassnitz auf der Insel Rügen – wichtige Lebensorte, die sich in den Werken seiner Sammlung widerspiegeln.
Christoph Müller (1938-2024), ehemals Verleger in Tübingen, ab 2004 Kunstsammler und Mäzen in Berlin war ein wahrer „Robin Hood der Kunst”. Zahlreiche deutsche Museen bereicherte er durch großzügige Schenkungen und unterstützte gezielte Ankäufe. Überaus aufmerksam verfolgte er das Kulturleben und war einigen Häusern freundschaftlich verbunden. Zum Berliner Kupferstichkabinett pflegte er eine besonders enge Beziehung. Seinen einstigen Direktor Max J. Friedländer (1867-1958) verehrte er für seine Kennerschaft und präzise Sprache und stiftete einen nach ihm benannten Preis. Bereits 2007 schenkte Christoph Müller dem Kupferstichkabinett über 240 Zeichnungen und 130 druckgraphische Werke der niederländischen Kunst. Nun gelangen als großzügige Schenkung der Christoph Müller-Stiftung über 200 qualitätvolle und spannende Werke aller europäischen Schulen vom 16. bis zum 21. Jahrhundert in die Sammlung. Sie spiegeln in ihrer motivischen und stilistischen Vielfalt in besonderer Weise das Wesen Christoph Müllers als begeisterten und begeisterungsfähigen Sammler mit breit gefächerten Interessen wider.
Christoph Müller verstarb 2024 in Berlin im Alter von 86 Jahren. Die Ausstellung versteht sich als eine Würdigung seines kunstfördernden Wirkens, als Zeichen des Dankes.
Ausstellungsort
Eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Meisterwerke aus allen kunsthistorischen Epochen, darunter Gemälde von van Eyck, Bruegel, Dürer, Raffael, Tizian, Caravaggio, Rembrandt und Rubens.
Bis 6.4.2026, im Haus
In den letzten Jahren wurde die „Grabbereitung” sorgfältig restauriert, wodurch die Farben des Gemäldes wieder in ihrer ganzen Pracht erstrahlen.
Stichwort
Stichwort
Museum, Berlin
Größte graphische Sammlung in Deutschland und eine der vier bedeutendsten der Welt. Europäische und amerikanische Zeichnungen und Druckgrafik vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Illuminierte, d.h. mit Malereien geschmückte Handschriften des Mittelalters.
Ausstellungshaus, Berlin
Gebäudeensemble zwischen dem Verkehrsknotenpunkt Potsdamer Platz und dem früheren Lützowplatz mit dem Kunstgewerbemuseum, der Kunstbibliothek, dem Kupferstichkabinett und der Gemäldegalerie.
Ab 20.3.2026, Berlin
Neben Hauptwerken zeigt die Ausstellung erstmals außerhalb von Paris eine Teilrekonstruktion des berühmten Ateliers von Brancusi.