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14.3.2026
Schiele & Peschka zu „Schiele & Peschka”, AT-1010 Wien
Johannes Fischer, Porträt Egon Schiele, 1915; Ludwig Grillich, Porträt Anton Peschka, 1909; Kinderzeichnung, um 1932
© Wien Museum, Grafik: Büro Perndl

Ausstellung 30.04. bis 27.09.26

Schiele & Peschka

Eine Familienaufstellung

Wien Museum Karlsplatz

Karlsplatz 8
AT-1010 Wien
Nicht mehr besuchbar:
Ausstellungsende erreicht.

Hinter der „Sammlung Peschka” verbirgt sich eine Geschichte, die zwei Künstlerfamilien miteinander verbindet – und neue Einblicke in die Welt Egon Schieles eröffnet.

Egon Schieles Schwester Gerti heiratete den Maler Anton Peschka, Schieles engen Freund und Künstlerkollegen. Als ihr Sohn, Anton Peschka jun., 1997 verstarb, hinterließ er der Stadt Wien ein außergewöhnliches Vermächtnis: einen gesamten Nachlass, der nicht nur weltberühmte Kunstwerke umfasst, sondern eine wahre Zeitkapsel des kreativen Wiens im frühen 20. Jahrhundert darstellt. Laut Testament sollte der Nachlass als „Sammlung Peschka” der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Neben bedeutenden Gemälden und Zeichnungen umfasst er auch Schieles Ateliermöbel sowie Sammlungen von Souvenirs, Ziergegenständen, Kunstzeitschriften und Büchern. Auch Hunderte Familienfotos und Briefe finden sich darunter – reiches Material, das es erstmals ermöglicht, Schieles Leben in Beziehung zu seinen engsten Angehörigen detailliert zu rekonstruieren.

Neu aufgetauchte Dokumente erhellen etwa das Leben von Schieles erstgeborener Nichte, deren Existenz bis vor kurzem unbekannt war. Andere Schriftstücke greifen eine der hartnäckigen Fragen der Schiele-Forschung auf: hat Anton Peschka jemals Werke im Stil seines berühmten Schwagers angefertigt und als solche verkauft?

Besonders eindrucksvoll ist Egon Schieles originale Glasvitrine, die samt Inhalt erhalten geblieben ist – ein persönliches „Kabinett der Kuriositäten”, gefüllt mit Büchern, Objekten und Erinnerungsstücken, die Schiele sammelte. Dieses Möbelstück ist erstmals öffentlich zu sehen und lässt sich als frühes Beispiel einer „Künstler-Sammlung” lesen.

Die „Sammlung Peschka” eröffnet somit nicht nur ein tieferes Verständnis für Schieles Welt, sondern gewährt auch einen seltenen, intimen Einblick in das Leben und die Ambitionen zweier Künstlerfamilien.

POI

Ausstellungsort

Wien Museum Karls­platz

Ge­schich­te, Kunst und Kultur der Stadt Wien von der Jung­stein­zeit bis zur Gegen­wart: Über­reste aus dem römi­schen Vindo­bona, Skulp­turen und Glas­male­reien von St. Stephan, Waffen und Rü­stun­gen aus dem Bürger­lichen Zeug­haus, Türken­beute, Barock­pracht.

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