Version
1.1.2024
(modifiziert)
Fliederblüte am Schloss Nymphenburg zu „Schloss Nymphenburg (Schloss)”, DE-80638 München
© Bayerische Schlösserverwaltung, Foto: Florian Schröter
 zu „Schloss Nymphenburg (Schloss)”, DE-80638 München
Steinerner Saal, Schloss Nymphenburg, München
© Bayerische Schlösserverwaltung
 zu „Schloss Nymphenburg (Schloss)”, DE-80638 München
Schlosspark Nymphenburg, München
© Bayerische Schlösserverwaltung
 zu „Schloss Nymphenburg (Schloss)”, DE-80638 München
Schloss Nymphenburg, München
© Bayerische Schlösserverwaltung
 zu „Schloss Nymphenburg (Schloss)”, DE-80638 München
Mit Frau und Kind in Nymphenburg unterwegs
Foto: Rainer Göttlinger

Schloss

Schloss Nymphenburg

Schlosspark mit Amalien-, Baden- und Pagodenburg sowie Magdalenenklause

April bis 15. Oktober:
tägl. 9-18 Uhr
Übrige Zeit:
tägl. 10-16 Uhr

Die barocke Sommerresidenz der bayerischen Kurfürsten und Könige ist zusammen mit dem Schloßpark und den Parkschlösschen Amalienburg, Badenburg, Pagodenburg und Magdalenenklause ein Gesamtkunstwerk von Weltrang. Besonders sehenswert sind die Schönheitengalerie, das Marstallmuseum und die Nymphenburger Porzellan-Sammlung Bäuml.

Die Gründung von Schloss Nymphenburg als Sommerresidenz ist der Geburt des langersehnten Thronerben Max Emanuel zu verdanken. In seiner ersten Form war das Schloss um 1679 nahezu fertiggestellt, seine heutigen Dimensionen erhielt es während der Regierungszeit des Kurfürsten Max Emanuel (1680-1726). Karl Albrecht, Kurfürst von Bayern und Kaiser (reg. 1726-1745), bereicherte die Anlage durch das Schlossrondell. Sein kostbarstes Vermächtnis wurde jedoch die Amalienburg mit dem Spiegelsaal. Unter Kurfürst Max III. Joseph (reg. 1745-1777) erhielt der Festsaal von Schloss Nymphenburg seine heutige pompöse Dekoration. 1792 ließ Kurfürst Karl Theodor (reg. 1777-1799) den Nymphenburger Schlosspark für das Volk öffnen.

König Ludwig II.

Als Bayern im frühen 19. Jahrhundert Königreich wurde, erhielt Nymphenburg wieder eine neue bedeutende Funktion. König Ludwig II. von Bayern erblickte hier am 25. August 1845 das Licht der Welt. Das authentisch erhaltene Geburtszimmer ist als Teil des Königinnen-Appartements zu besichtigen. Das Bildnis seiner Mutter Marie gehört zur berühmten Schönheitengalerie König Ludwigs I. im Schloss. Die Amalienburg war eine der wichtigsten Inspirationsquellen des Königs.

Parkburgen

Die Amalienburg zählt zu den kostbarsten Schöpfungen des europäischen Rokoko. Grundriss, Außenbau und Raumfolge formen ein Gesamtkunstwerk von erlesener Schönheit: sogar die Küche ist eine außergewöhnliche Schöpfung mit fremdländischem Charakter.

Als Badeanlage steht die Badenburg in einer langen Tradition, ausgehend von den prunkvollen Bädern der römischen Kaiser und der Bäderkultur des Islam. Der Festsaal ist mit Stukkaturen und einem Gewölbefresko ausgestattet. Im Untergeschoss befinden sich das Badebecken, ein Raum mit Heizanlage, eine Küche und weitere Räume für den Badebetrieb.

Im Erdgeschoss der Pagodenburg dominieren die Farben Blau und Weiß, die zusammen mit den exotischen Elementen der teils ornamentalen, teils figürlichen Deckenmalerei und den holländischen Kacheln an den Wänden auf China und seine Porzellanproduktion verweisen. Das Obergeschoss besitzt raffiniert gestaltete kleine Räume mit chinesischen Tapeten an den Wänden und schwarz- oder rotgrundiger Lackmalerei.

Die Magdalenenklause ist als Behausung eines Eremiten gedacht und steht in einem „verwilderten” Wäldchen. Von außen gleicht das aus Ziegeln gemauerte, teilweise verputzte Gebäude einer Ruine. Das Appartement des Kurfürsten besteht aus klösterlich-strengen Räumen.

Marstallmuseum

Das Marstallmuseum in den ehemaligen Stallungen des Nymphenburger Schlosses zählt zu den bedeutendsten seiner Art weltweit.

Mit über 40 repräsentativen Kutschen und Schlitten aus Wittelsbacher Besitz dokumentiert es 300 Jahre fürstliche Wagenbaukunst. Prunkgeschirre, kostbares Reitzubehör und historische Bilddokumente lassen die höfische Welt des Reisens und Repräsentierens lebendig werden.

Das Museum zeigt außerdem die weltweit einzigartige Sammlung an Prunkfahrzeugen König Ludwigs II. für seine Ausflüge und Ausfahrten in die Berge.

Ein 20 Zentimeter großes Modell zum Puttenschlitten, gefertigt um 1872 aus vergoldeter Bronze und Email, wurde eigens für ihn angefertigt, damit er sich besser vorstellen konnte, wie der Puttenschlitten „in groß” aussehen würde. Von seinen Zufluchtsorten, den sogenannten Königshäusern, existieren die meisten noch heute und sind mit historischen Bildern und aktuellen Fotos auf einer hinterleuchteten Bayern-Karte verzeichnet.

Der Verfasser hat Schloss Nymphenburg am 22.6.2013 besucht.

POI

Haupthaus, München

Baye­rische Schlösser­ver­waltung

Eine der tradi­tions­reich­sten Verwal­tungen des Frei­staates Bayern und mit 45 Schlössern, Burgen und Resi­denzen sowie weiteren Bau­denk­mälern, Hofgärten, Schloss­parks, Garten­anlagen und Seen einer der größten staat­lichen Museums­träger in Deutsch­land.

Im gleichen Haus

Park­burgen

„Ama­lien­burg”: eine der kost­bar­sten Schöp­fungen des euro­päi­schen Rokoko. Tee­haus „Pago­den­burg”, Bades­chlöss­chen „Baden­burg” und künst­liche Ruine „Magda­lenen­klause”.

Dependance, München

Nymphen­burger Porzellan-Sammlung Bäuml

Stichwort

König Ludwig II. von Bayern

Museum, München

Marstall­museum Schloss Nymphen­burg

Prunk­wagen, -schlitten, -geschirre und Reit­zeug der baye­ri­schen Kur­für­sten und Könige. Schön­heits­galerie der Pferde Ludwigs II.

Museum, München

Museum Mensch und Natur

Die Ge­schichte des Planeten Erde, die bunte Welt der Mine­ralien, die Ent­stehung des Lebens, die Vielfalt der Orga­nis­men sowie den Men­schen als Teil und Gestalter der Natur. Gezeigt wird auch der letzte in Bayern ge­schos­sene Bär.

Bot. Garten, München

Bota­nischer Garten

Einer der bedeu­tend­sten Bota­ni­schen Gärten der Welt. Rund 14.000 Pflanzen­arten werden hier kulti­viert. Samm­lung, Kultur, Aus­stellung und Erfor­schung von Wild- und Kultur­pflanzen.

Museum, München

Erwin von Kreibig-Museum

Bis 6.10.2024, München

Viktor&Rolf

Mit atem­berau­bender Virtuosität loten Viktor Horsting und Rolf Snoeren seit über 30 Jahren immer wieder die Grenzen zwischen Couture und Kunst aus. Viele Kreationen sind in dieser ersten großen Retro­spektive zum ersten Mal aus­gestellt.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
Pressemitteilungen willkommen
#1652 © Webmuseen Verlag