Ausstellung 12.11.21 bis 27.02.22

Stadtgeschichtliches Museum

Schnee von gestern?

Die Kulturgeschichte des Winters in Leipzig

Leipzig, Stadtgeschichtliches Museum: Das Stadtgeschichtliche Museum widmet dieser rau-besinnlichen Jahreszeit erstmals eine Ausstellung und erhellt zwischen Nostalgie, Infrastruktur, Kulturgeschichte und Klimasorge alle Facetten, die der Winter in sich trägt. Bis 27.2.22

Der Winter: geliebt und gehasst, ersehnt und gefürchtet, keine Jahreszeit entzweit so sehr wie diese. Lust und Frust liegen eng beieinander. Gab oder gibt es den typischen Leipziger Winter?

Dieser Frage geht die Ausstellung mit der gebotenen Ernsthaftigkeit, aber auch mit augenzwinkernder Entdeckerfreude nach. Mit einer Fülle unterschiedlicher Objekte, Bilder und Medien sowie mit Mitmachstationen für Groß und Klein zeigt sie die schönen und die schauerlichen Seiten des Winters und fragt nach seinem besonderen Geschmack und den Risiken.

Leipzig gilt bis heute weder als Stadt schneereicher Winter noch des ambitionierten Wintersports. Dennoch wird der Rhythmus städtischen Lebens auch von dieser Jahreszeit geprägt und viele Leipziger sind über Eislaufen oder Rodeln hinaus aktiv mit dem Wintersport verbunden. Winter ist ein Naturphänomen, das eine Herausforderung an jeden Einzelnen und an die städtische Daseinsvorsorge insgesamt stellt. Einmal erlebt, bleiben eingestellte Winterdienste nach Schnee- und Kälteeinbrüchen ebenso in Erinnerung wie das mühselige Schneeschippen.

Diese zunächst harsch erscheinende Jahreszeit hat auch eine verletzliche Seite: ihre Zukunft ist eng mit der Klimaentwicklung verbunden. Verliert der Winter seinen Zauber, wenn dauerhaft kein Schnee fällt? Wie verkraften Mensch und Natur diese Leerstelle, und was können wir gegebenenfalls an ihre Stelle setzen? Die Debatten um die Klimaerwärmung und deren Auswirkung sind aktueller denn je.

Winter steht aber nicht nur für Schnee, Kälte und Dunkelheit. Zu ihm gehören auch die kommerziell intensiv zelebrierte und traditionell klangvolle Weihnachtszeit, der Jahreswechsel mit der Hoffnung auf Neues und rauschende Faschingsbälle.

Er bringt also eine besondere Form des kulinarischen und sinnlichen Genusses mit sich.

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