Ausstellung 29.10.22 bis 15.01.23

Bayerisches Nationalmuseum

Scopin: Schwarzes Licht

München, Bayerisches Nationalmuseum: Seine Werke zeigen abstrakte, oft archaische Formen, andere erinnern an asiatische Kalligrafie. Mit geübten Handgriffen legt er Schicht über Schicht, lässt sich von der zähflüssigen Masse leiten. Bis 15.1.23

Scopins Handwerkszeug sind Schmelzöfen, Gasbrenner, Besen und anderes Gerät, mit dem er die auf über 200 Grad erhitzte zähflüssige Masse auf Holzplatten aufbringt und verteilt, ein Prozess, der langjährige Erfahrung und höchste Könnerschaft verlangt.

Seine Werke zeigen abstrakte, oft archaische Formen, andere erinnern an asiatische Kalligrafie. Mit geübten Handgriffen legt er Schicht über Schicht, lässt sich von der zähflüssigen Masse leiten und verleiht seinen Werken damit eine reliefartige Gestalt. Da das Material schnell erkaltet und aushärtet, bleibt für den Malprozess wenig Zeit. Je nach Art des Auftrags und den verwendeten Werkzeugen entstehen Oberflächen von unterschiedlicher Struktur, die das Licht auf ganz verschiedene Weise reflektieren und dem Betrachter eine Vielzahl an Seherlebnissen bieten. Matte Flächen liegen neben seidig schimmernden oder auch hochglänzenden Partien. In manchen Werken sorgen farbige Pigmente für kontrastierende Ebenen.

Scopins Werke haben eine ruhige, geradezu meditative Ausstrahlung und sind dennoch energiegeladen. Sie rücken ein Material in den Fokus, das uns im Alltag permanent umgibt, das untrennbar mit unserer modernen Industriegesellschaft verbunden ist, aber dennoch kaum wahrgenommen wird: Ein Speicher von Jahrmillionen Erdgeschichte, Fluch und Segen zugleich, wird durch die Hand des Künstlers zu einem ästhetischen Erlebnis.

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