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20.11.2024
Stegemeyer / Ehrhardt zu „Sehstücke”, DE-50667 Köln
Links: Elfriede Stegemeyer, Ohne Titel, 1936. Rechts: Alfred Ehrhardt, Eigenartiges Formenspiel des Windes, 1934
© Nachlass Elfriede Stegemeyer bzw. © Alfred Ehrhardt Stiftung

Ausstellung 30.11.24 bis 27.04.25

Sehstücke

Alfred Ehrhardt und Elfriede Stegemeyer

Museum Ludwig

Heinrich-Böll-Platz
DE-50667 Köln
0221-221-26165
info@museum-ludwig.de
Ganzjährig:
Di-So+Ft 10-18 Uhr
1. Do/Mt 10-22 Uhr

In einer Doppelpräsentation zeigt das Museum Ludwig neu erworbene Fotografien von Alfred Ehrhardt (1901-1984) in Dialog mit Aufnahmen von Elfriede Stegemeyer (1908-1988). Sie sind sich im Leben nie begegnet und doch teilten sie einige Jahre ein gemeinsames Interesse: das Fotografieren von Wasser, Strand und Sand.

Ehrhardt studierte 1928/1929 am Dessauer Bauhaus Malerei, u.a. bei Paul Klee und Wassily Kandinsky. 1933 wurde er wegen seiner modernistischen Kunstauffassung von den Nationalsozialisten aus dem Schuldienst an der Hamburger Landeskunstschule entlassen. Mit seiner Kamera suchte er Strukturen und abstrakte Formen im Dünensand der Kurischen Nehrung und im Watt.

Auch Elfriede Stegemeyer hatte zunächst in anderen Medien künstlerisch gearbeitet bevor sie 1932 zur Kamera griff. Sie stand in engem Kontakt zur Künstlergruppe der Kölner Progressiven und der Dadaisten und ging noch einen Schritt weiter: sie nutzte Fotografien, die sie auf Sylt, auf Ibiza – wo sie den Künstler Raoul Hausmann besuchte – und auf Sizilien angefertigt hatte, für Collagen oder übermalte sie mit dem Pinsel.

Sowohl Elfriede Stegemeyer als auch Alfred Ehrhardt ersetzten das klassische Seestück, also die maritime Darstellung, durch die Seherfahrung natürlicher Strukturen. Beide griffen zur Zeit des Nationalsozialismus zur Kamera, einem Medium, das weniger im Fokus der NS-Kunstzensur und -zerstörung stand. Sie wandten sich in ihren Bildern der Natur zu, und vom Menschen ab undwählten mit ihrer Kamera Ausschnitte, die die Natur abstrahieren.

Elfriede Stegemeyer und Alfred Ehrhadt zählten zur fotografischen Avantgarde und wurden erst spät wirklich entdeckt.

POI

Ausstellungsort

Museum Ludwig

Kunst des 20. Jahr­hun­derts und der Gegen­wart: Ex­pres­sio­nis­mus (Samm­lung Haub­rich), Russi­sche Avant­garde, Picasso (welt­weit dritt­größte Samm­lung), Neue Sach­lich­keit, Bau­haus und De Stijl, Dada und Sur­rea­lis­mus, Ab­strak­ter Ex­pres­sio­nis­mus, Noveau Réa­lisme, Pop Art u.v.m.

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Museum, Köln

Römisch-Germa­nisches Museum

Archäo­lo­gi­sches Erbe des römi­schen und frän­ki­schen Köln sowie des Um­lan­des von der Ur­ge­schichte bis zum frühen Mittel­alter. Glas, Kera­mik, Mosa­iken, Schmuck.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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