Version
25.1.2026
Militar-Symphonie-Orch., Front zu „Selbstspielendes Militär-Symphonieorchester”,
Jahrmarktorgel Militar-Symphonie-Orchester-Selection, Gebr. Bruder, Waldkirch, 1912
Jahrmarktorgel Militar-Symphonie-Orch. zu „Selbstspielendes Militär-Symphonieorchester”,
Deutsches Musikautomaten-Museum, Bruchsal
Militar-Symphonie-Orch., Detail zu „Selbstspielendes Militär-Symphonieorchester”,
Deutsches Musikautomaten-Museum, Bruchsal
Militar-Symphonie-Orch., Detail 2 zu „Selbstspielendes Militär-Symphonieorchester”,
Deutsches Musikautomaten-Museum, Bruchsal
Pressebild zu „Selbstspielendes Militär-Symphonieorchester”,
Deutsches Musikautomaten-Museum, Bruchsal

Exponat

Selbstspielendes Militär-Symphonieorchester

Die Jahrmarktorgel von 1912 der Gebr. Bruder im Musikautomatenmuseum Bruchsal

Deutsches Musikautomatenmuseum
DE-76646 Bruchsal

Jahrmärkte entwickelten sich bis zum 19. Jh. zu Orten öffentlichen Vergnügens und Musikkonsums. Gaukler, Artisten, Bänkelsänger und Schausteller mit Schiffsschaukeln, Karussellen und Schaubuden prägten das bunte Spektakel.

Wichtiger Bestandteil vieler „Geschäfte” war die automatisch spielende Orgel. Ihre Größe und Lautstärke lenkten die Aufmerksamkeit der Besucher.

Dampfmaschine und später Elektomotoren erleichterten den Betrieb großer Orgeln und ersetzten die Handkurbel. Papiernotenrollen und gefaltete Kartonbänder ermöglichten das Spielen längerer Musikstücke. Bald erklangen ganze Orchester.

Von der Firma Gebr. Bruder, Waldkirch wurden die beweglichen Androiden-Orchester in unterschiedlichen Variationen angeboten. So konnte der Kunde in Anzahl, Figurentypen, der Bekleidung und Größe wählen.

Beauftragt wurde das neo-barock gestaltete Instrument 1912 von Charles Feltmann – einem deutschstämmigen Metzger, der als einer der Erfinder des „hot dog” gilt und einen großen Restaurantbetrieb auf der Vergnügungsmeile von Coney Island (New York) führte. Er bot seinen Gästen „Erlebnisgastronomie” mit Musik, Karussellen und Kegelbahn.

Es wird von einem Elektromotor angetrieben, arbeitet mit einem Kartonnotenbuch mit elektropneumatische Abtastung, verfügt über 94 Claves und ist wie folgt instrumentiert: 426 Pfeifen in 23 Registern, Glockenspiel mit 22 Metallplatten sowie Schlagwerk, 15 Automatenfiguren.

POI

Standort

Deut­sches Musik­auto­maten-Museum

Ent­wick­lung der Musik­auto­maten seit der kunst­hand­werk­lichen Ferti­gung im 17. und 18 Jahr­hundert über die Hoch­blüte im aus­gehen­den 19. Jh. bis hin zum Abge­sang in der Zeit der Welt­wirt­schaft­krise in der 1920er Jahren. 500 Kla­viere, Orche­strien, Spiel­uhren.

Museum, Dinkelsbühl

DELEIKA®-Museum

Mecha­nische Musik­instru­mente aus dem 19. und 20. Jahr­hun­dert, vom selbst­spielen­den Klavier über die Dreh­orgel mit Falt­karton bis zur Bristol-Flöten­uhr.

Museum, Rüdesheim am Rhein

Sieg­frieds mecha­ni­sches Musik­kabi­nett

Orche­strien, elek­tri­sche Kla­viere, Karus­sell­orgeln, Grammo­phone, Phono­graphen, Spiel­uhren, Sing­vogel­dosen und -käfige.

Museum, Neuendorf

Fahr­zeug- und Technik­museum

Motor­räder, Old­timer, Renn­boote, Flug­modelle, Dampf­maschi­nen, Radio­technik, mecha­ni­sches Or­che­ster und Film­vor­führ­gerät.

Museum, Bruchsal

Städti­sches Museum Bruch­sal

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
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