Ausstellung 02.10.21 bis 17.07.22

Roemer- und Pelizaeus-Museum

Seuchen

Fluch der Vergangenheit – Bedrohung der Zukunft

Hildesheim, Roemer- und Pelizaeus-Museum: Seuchen haben die Menschen und ihre Zivilisation zu allen Zeiten bedroht und dadurch entscheidend geprägt. Die Ausstellung veranschaulicht deren Kultur- und Naturgeschichte. Bis 17.7.22

Seuchen haben die Menschen und ihre Zivilisation zu allen Zeiten bedroht und dadurch entscheidend geprägt. Die dramatischen Ausbrüche in der Vergangenheit sind für immer im kulturellen Gedächtnis der Menschheit verankert.

Der Siegeszug der Medizin hat diesen Krankheiten zumindest in den Industrieländern für einige Zeit Einhalt geboten. In den weniger entwickelten Regionen der Welt waren und sind sie bis heute eine große Gefahr. Doch auch bei uns droht die Rückkehr alter und die Einschleppung neuer, bislang auf andere Erdteile beschränkter Erreger.

Coronavirus

Dieses immense Gefahrenpotential führt uns die derzeitige Ausbreitung des bisher unbekannten Coronavirus (SARS-CoV-2) in aller Deutlichkeit vor Augen. Die Bekämpfung dieser Krankheiten und die Etablierung wirksamer Infektionsschutzmaßnahmen werden zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zählen.

Die große, hochgradig inszenierte und weltweit einmalige Ausstellung veranschaulicht die Kultur- und Naturgeschichte der Seuchen, einschließlich aktueller Herausforderungen und Lösungsansätze der modernen Medizin. Dabei werden sowohl großartige Kunstwerke und historische Objekte gezeigt, als auch modernste Präsentationsformen wie Walk-In-Areas und Hologramme genutzt, um die Besucher in die Vergangenheit zu entführen oder Zeuge modernster Entwicklungen werden zu lassen.

Verlängerung

Die Verlängerung über den 1. Mai 2022 hinaus geht mit einer Erweiterung um vier spannende, einzigartige neue Objekte einher.

Im sogenannten Pestkeller steht eine Pestbahre, die aus dem Jahr 1682 stammt. Von der Universitätsbibliothek Erfurt (Bibliotheca Amploniana) wurde eine aufwändig illustrierte mittelalterliche Handschrift ausgeliehen, die Werke aus dem Corpus Hippocraticum enthält. Das Hildesheimer Pestbuch enthält ein Verzeichnis der in den Jahren von 1597 bis 1623 in Hildesheim an der Pest verstorbenen Menschen.

Und der Medinawurm (Dracunculus medinensis) schließlich, einst in vielen tropischen und subtropischen Regionen verbreitet, löst eine als Drakunkulose bezeichnete und heute selten gewordene Infektionskrankheit aus. Sie zählt zu den ältesten im Detail beschriebenen parasitären Erkrankungen.

Roemer- und Pelizaeus-Museum ist bei:
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