Museum

Siebengebirgsmuseum

Königswinter: Entstehung der Landschaft, Burgen, Steinbrüche, Regional- und Wirtschaftsgeschichte, Tourismus und Rheinromantik.

Das Museum stellt die Rhein­land­schaft um Königswinter, den Drachenfels und das Siebengebirge in den Mittelpunkt seiner Dauerausstellung: die Entstehung durch Vulkanismus, die geologischen Be­­son­derheiten, ddern historische Bergbau, die wirtschaftliche Entwicklung der Region, die Geschichte des Tourismus im Siebengebirge und nicht zuletzt die künstlerische Umsetzung der inspirierenden Landschaft in Literatur und Malerei.

Ressourcen

Wichtigster Rohstoff des Siebengebirges war viele Jahrhunderte lang sein Gestein. Es wurde seit römischer Zeit hier abgebaut und, nicht zuletzt durch die günstige Lage am Rhein, als begehrtes Baumaterial über große Distanzen gehandelt, bis schließlich der drohende Verlust ganzer Berggipfel im 19. Jahrhundert die Idee des Landschaftsschutzes entstehen ließ.

Die Ausstellung vermittelt den Arbeitsalltag der Steinhauer, insbesondere derjenigen, die sich auf den Bau von Backöfen spezialisierten und ihre Steine aus unterirdischen Steinbrüchen gewannen.

Ein faszinierendes Beispiel für den Transport von Gütern auf dem Rhein stellen die riesigen Holzflöße des 17. und 18. Jahrhunderts dar.

Berühmte Orte wie der Petersberg und die Ruinen mächtiger Burgen prägen das historische Profil der Region. Betrachtet wird aber auch der Alltag der Menschen in der Region, von der Steinzeit bis in die jüngste Vergangenheit: Nationalsozialismus, bittere Armut, Improvisation.

Tourismus

Die landschaftliche Schönheit des Rheintals mit ihren mittelalterlichen Burgen und Ruinen bildete seit jeher ein ideales Reiseziel. Konnten sich anfangs nur der Adel und begüterte Bürger eine Rheinreise leisten, änderte sich die Situation im 19. Jahrhundert: der Wohlstand stieg, das Reisen wurde für jedermann erschwinglich, moderne Verkehrsmittel wie Dampfschiff und Eisenbahn sorgten für Mobilität. Zum internationalen Publikum gesellten sich Vergnügungstouristen und Erholungssuchende aus der näheren Umgebung.

Exemplarisch für diese Zeit finden sich im Museum Unterhaltungsautomaten und Souvenirs für jeden Geldbeutel, das Atelier eines Schnellfotografen sowie natürlich der populäre Eselsritt auf den Drachenfels.

Rheinromantik

Die besondere Kulturlandschaft des Mittelrheintales mit seinen steilen, schroffen Felsen und tiefen Tälern, mit Ruinen und Burgen, Stadtmauern und Türmen, um die sich Sagen und Legenden rankten, entsprach im frühen 19. Jahrhundert der romantischen Idee einer idealisierten, fernen Zeit. Vor allem in der Malerei, aber auch in Liedern und Gedichten spürten die Künstler Gefühlen und Empfindungen nach.

Die Gemälde der Sammlung RheinRomantik begleiten den Betrachter auf einer Reise entlang des romantischen Rheins bis in die arkadischen Landschaften südlich der Alpen.

In ihrem Mittelpunkt stehen die berühmten Künstler der Düsseldorfer Malerschule wie Andreas und Oswald Achenbach, Johann Wilhelm Schirmer und Carl Friedrich Lessing, die Koblenzer Biedermeiermaler um Jakob und Anton Diezler sowie englische Aquarellisten wie David Roberts oder Henry Bright.

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