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29.1.2026
Soda / Linsen / Fluff zu „Soda . Linsen . Fluff”, DE-06844 Dessau-Roßlau
Antje Schiffers, Zementwerk Karsdorf, Zeichnung, 2024

Ausstellung 12.02. bis 12.07.26

Soda . Linsen . Fluff

Werke der Künstlerin Antje Schiffers und ihres Partners Thomas Sprenger

Bauhaus Museum Dessau

Mies-van-der-Rohe-Platz 1
DE-06844 Dessau-Roßlau
Ganzjährig:
Di-So 10-18 Uhr

Auf Einladung der Stiftung Bauhaus Dessau präsentieren die Künstlerin Antje Schiffers und ihr Partner Thomas Sprenger die Ergebnisse ihrer Recherche zur Herkunft und Produktion der Baumaterialien der Moderne. Das Projekt beleuchtet die globalen Verflechtungen von Ressourcen, Arbeit und Ökonomien.

Im Zentrum steht die Erkundung verschiedener Abbau- und Produktionsstätten: dDas Duo bereiste Zementanlagen, Flachglasproduktionen, Tagebaue und Ziegeleien in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Anatolien und Kuba. Zentraler Bestandteil ihrer Erkundungen war der direkte Kontakt zu Produzenten, Geologen oder Industriemuseen vor Ort, die durch ihre Kooperation zu Mitwirkenden der Ausstellung werden.

Malerei und Zeichnung fungieren in diesem Kontext als vielschichtige Werkzeuge: sie dienten als Einstieg für Gespräche, als Dokumentationsmedium der Reiseerlebnisse und schließlich als eigenständige Kunstwerke. Die Ausstellung im Bauhaus Museum Dessau macht gesellschaftliche Umbrüche, Verluste, aber auch Aufbrüche und menschliches Engagement über Objekte und Erzählungen greifbar.

Ein wesentliches Element der Inszenierung ist das Ausstellungsdisplay selbst: Kantinentische und Trocknungsregale aus laufenden und stillgelegten Industriearbeitsstätten werden als Träger der Exponate eingesetzt.

Der Ausstellungstitel spielt auch mit der skurrilen Frage, wie viele Tonnen Linsen ein Zementwerk wert sei. Die Antwort findet sich in den historischen globalen Handelsbeziehungen der DDR mit dem Sozialistischen Äthiopien: das Zementwerk New Mugher wurde damals im Rahmen eines langfristigen Importabkommens tatsächlich auch mit Linsen bezahlt. Diese Geschichte macht die oft abstrakten Tauschprozesse und globalen Verflechtungen auf spielerische und sehr konkrete Weise greifbar. Das Museum wird so zu einem Knotenpunkt dieses räumlich und zeitlich ausgefalteten Projekts.

POI

Ausstellungsort

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Rainer Göttlinger
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