Museum

Städtisches Spixmuseum

Höchstadt a.d.Aisch: Museum im Geburtshaus des Dr. Johann Baptist v. Spix. Wechselvolle Geschichte des stattlichen Hauses, Lebensweg des bedeutenden Brasilienforschers. Urwalddiorama mit zahlreichen Urwaldtieren und ihren Geräuschen.

Das Museum im Geburtshaus des Dr. Johann Baptist Ritter von Spix zeigt die wechselvolle Geschichte des stattlichen Hauses, den Lebensweg des bedeutenden Brasilienforschers sowie ein Urwalddiorama mit zahlreichen Urwaldtieren und ihren Geräuschen.

Werdegang

Johann Baptist Spix, der „bayerische Humboldt”, kam 1781 als siebentes von elf Kindern im Höchstadter Anwesen „Badgasse 7” zur Welt. Er erwarb er den akademischen Grad des „Doktor der Philosphie”, studierte eine zeitlang Theologie, orientierte sich dann neu und absolvierte an der naturwissenschaftlichen Fakultät ein Medizinstudium. Als „Doktor der Medizin” trat Spix 1806 in Bamberg eine Stelle als Assistenzarzt an. Zur Vertiefung seiner naturwissenschaftlichen Komptenzen absolvierte er einen Studienaufenthalt in Paris, wechselte nach München und wurde in die Königlich Bayerische Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

Bekannt wurde Spix durch seine Forschungsreise von 1817 bis 1820 durch das damals weitgehend unbekannte Brasilien – dies war Alexander von Humboldt bei seiner Südamerika-Expedition noch vorenthalten worden – und seine zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen.

Das Museum veranschaulicht mit eindrucksvollen Schautafeln, zahlreichen Exponate sowie computergesteuerten Multimedia-Installationen die wechselvolle Geschichte des stattlichen Hauses und den Lebensweg des berühmtesten Bürgers der Stadt.

Persönlichkeit

In der Abteilung „Ritter von Spix” lässt sich die Persönlichkeit des furchtlosen Forschers ergründen. Ein anderer Abschitt ist der vielfältigen Tierwelt der Amazonas-Region gewidmet. Der Umgang mit der Natur – beispielsweise die Ausrottung von Tierarten oder die Rodung des Regenwaldes – war auch bereits für Johann Baptist Ritter von Spix zu erkennen und bereitete ihm Sorge.

Tierpräparate und Diorama

Zu den Exponaten zählen auch Tiere, die Spix auf seiner Reise selbst präpariert hat, und die dank seiner hervorragend ausgeführten Konservierung bis heute gut erhalten geblieben sind: ein in Alkohol konservierter Piranha aus dem Amazonas etwa. Sie gewähren einen spannenden Einblick in die facettenreiche Tierwelt Brasiliens zu seiner Lebenszeit. Einen besonderen Höhepunkt stellt ein mit moderner Licht- und Computertechnik zum Leben erwecktes Urwalddiorama dar.

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