Surreale Sachlichkeit

Werke der 1920er- und 1930er-Jahre aus der Nationalgalerie

Museum Scharf-Gerstenberg
13.10.2016-23.4.2017

Schloßstraße 70
14059 Berlin

www.smb.museum/museen...gerstenberg/home.html

Di-So 10-18 Uhr

„Sur­re­ale Sach­lich­keit” gibt es nicht – oder doch? Tat­säch­lich haben diese Kunst­rich­tun­gen mehr ge­mein­sam, als man zu­nächst ver­muten möchte.

Bild
Otto Dix, Die Familie des Malers Adalbert Trillhaase, 1923, Öl auf Leinwand
Surreale Sachlichkeit :: Ausstellung
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„Surreale Sachlichkeit” gibt es nicht – oder doch? Ausgehend von den Werken der Nationalgalerie, die über einen reichen Bestand aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen verfügt, wirft die Ausstellung einen neuen, durch den Surrealismus geschärften Blick auf das Phänomen der Neuen Sachlichkeit. Tatsächlich haben diese Kunstrichtungen mehr gemeinsam, als man zunächst vermuten möchte.

Beide Bewegungen – der Surrealismus wie die Neue Sachlichkeit – sind in Reaktionen auf die historischen Avantgarden entstanden, die mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ausgedient hatten. Nunmehr ging es weniger um die Erkundung der eigenen Bildmittel, den individuellen künstlerischen Ausdruck oder Stil als vielmehr darum, zu einer neuen ganzheitlichen Weltsicht zu gelangen. Für die Surrealisten wie für die Künstler der Neuen Sachlichkeit trat die subjektive Sicht des Künstlers zugunsten einer "objektiven" Betrachtungsweise zurück, in der sich die gesellschaftliche Realität gleichsam wie von selbst offenbarte – mit ihren neuzeitlichen Errungenschaften, aber auch mit ihren psychischen Abgründen.

Die Ausstellung präsentiert ein breites Spektrum von Künstlern der Neuen Sachlichkeit. Dazu gehören Berühmtheiten wie Otto Dix, Christian Schad und Alexander Kanoldt, aber auch weniger bekannte Maler.