Ausstellung 14.09.22 bis 08.01.23

Museum Jean Tinguely

Territories of Waste

Über die Wiederkehr des Verdrängten

Basel, Museum Jean Tinguely: Mit Installationen, Videos, Skulpturen, Fotografien und Performances geht die Ausstellung von unserer Gegenwart aus, während historische Arbeiten zeigen, dass sich Künstler schon seit den 1960ern mit Verschmutzung und der Zerstörung der Umwelt beschäftigten. Bis 8.1.23

Die Ausstellung zeigt mit rund 25 künstlerischen Positionen Auseinandersetzungen mit Waste, den verdrängten Hinterlassenschaften unserer Zivilisation. Die Künstler der Ausstellung machen die globalen und ökologischen Folgen unseres Konsums sichtbar.

Territories of Waste rückt das Verdrängte in den Mittelpunkt, zeigt die Narben der Landschaft und macht unser Verwoben-Sein miteinander, mit anderen Lebewesen und mit der Erde über Bilder und Geschichten erfahrbar. Die Auswirkungen von Güter- und Müllproduktion, die sich unserem Blick entziehen, machen beispielsweise Julien Creuzet, Agnes Denes, Hira Nabi in ihren Arbeiten sichtbar. Mit Installationen, Videos, Skulpturen, Fotografien und Performances geht die Ausstellung von unserer Gegenwart aus, während historische Arbeiten zeigen, dass sich Künstler schon seit den 1960ern mit Verschmutzung und der Zerstörung der Umwelt beschäftigten.

Jean Tinguely äußerte in seinen Arbeiten Kritik an der Konsumgesellschaft und diese stellen für das Museum Tinguely den Ausgangspunkt dar, sich aus einer heutigen, geopolitischen Perspektive mit Waste zu befassen.

Zeitgenössische Arbeiten stehen in der Ausstellung im Dialog mit ikonischen historischen Werken: Julien Creuzets Installation behandelt mit filigranen Skulpturen und einem Film im Stil eines Musikvideos die Verschmutzung durch Pestizide auf den Französischen Antillen, während die Performancekünstlerin Mierle Laderman Ukeles in den 1970er Jahren ein Manifest für Maintenance Art verfasste und die Arbeit, die nötig ist, um eine Wohnung, ein Museum oder eine Großstadt sauber zu halten, als Kunst definierte.

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